Große Diskussionen in den letzten Wochen, die Artikel der "Querdenker" haben schon mächtig Staub aufgewirbelt. Zeit also, sich mal zu treffen und ins Gespräch zu kommen.
Dazu trafen sich am am 23.02.2010 interessierte Schüler und Lehrer, eingeladen hatten die Schülersprecher unserer Schule zusammen mit den Redakteuren unserer Schülerzeitung. Professionell vorbereitet und geleitet wurde der Nachmittag vom Team der Schulsozialarbeiter.
Alle Beteiligten waren sich schnell einig, dass die Artikel in ihrer Formulierung (immer wieder wurde der doch pauschalisierende Unterton kritisiert) sicherlich zu hart ausgefallen, in ihrer Intention allerdings durchaus auch als Hilferuf zu verstehen sind. Dass die Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern nicht immer die beste ist, dass beide Seiten eben auch auf verschiedenen Ufern agieren (Sympathien und Antipathien), dass unser "soziokulturelles Biotop" (O-Ton "Querdenker" Jakob Preuß) nichts anderes als ein Spiegelbild unserer Gesellschaft ist, steht außer Frage. Die lautet ganz anders: Wie kann man Probleme anbringen, wie diese einer Lösung zuführen, so, dass keiner der Betroffenen sich auf die Füße getreten fühlt? Mit einer eindeutigen Antwort in der Tasche konnte wohl keiner am Dienstag nach Hause gehen, wohl aber mit dem Gefühl, dass man mit Transparenz (Stichwort: einheitliche Bewertung und vor allem die konsequente Umsetzung dieser), mit gegenseitigem Respekt und vor allem mit den unterschiedlichen Kommunikationsmöglichkeiten durchaus Möglichkeiten hat, aufkommenden Frust schon im Vorfeld kanalisieren und entschärfen zu können. Unterstützung bekamen die Querdenker dabei auch von ganz oben: Schulleiter Ditmar Apel betonte nachdrücklich, dass es eine Zensur der Schülerzeitung nicht geben wird. Damit wurde auch noch einmal die Kompetenz der Zeitungsredakteure gestärkt, wichtig auch für sie, um weiterzumachen.
Insgesamt ein gelungener Nachmittag, trotz fehlender fassbarer Ergebnisse, aber diese waren im Vorfeld auch nicht zu erwarten. Spürbar ein Aufeinanderzugehen, ein Verständnis für den anderen, das Erkennen auch von Grenzen. So könnte Schule eben auch gelebt werden.
K. Kruppa