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Hilde nervt

An dieser Stelle werdet ihr ab sofort in regelmäßigen Abständen Geschichten und Anmerkungen zum Schulleben finden. Wie der Name schon sagt, nervt die Hilde ab und zu und das ist gut so. Ist aber nicht immer alles so ernst gemeint.
Dass dieser Geist Gestalt annehmen kann, ist eine Saga, die älteren Schüler unter euch werden das bestätigen können.

Mittwoch, 01.09.2010

Hilde nervt heute mal nicht, sondern freut sich: Wir sind Millionär. Irgendwann in den Mittagsstunden hatten wir den 1 Millionsten Besucher. Macht in inzwischen mehr als viereinhalb Jahren 17 857 Klicks, pro Tag ungefähr 595. Aber das ist schon hohe Mathematik, die den gemeinen Achtklässler wahrscheinlich schon überfordert. Also, einfach mal genießen ...

Donnerstag, 26.08.2010

Hilde hat Post bekommen:

Liebe Hilde,

ich verspüre das große Bedürfnis, dir von einer Veranstaltung zu berichten.
Am 25.08. fand die Einführung zur Kursstufe für Eltern statt. Der Saal war gut gefüllt. Souverän erklärte Herr Beutling kurz und mit einer guten Präsentation die Wahlmöglichkeiten und Besonderheiten der SEK II. Inmitten seiner Ausführungen stand eine Mutter auf und verließ den Raum. Sicher hatte sie sich im Vorfeld beim Redner für die Störung entschuldigt. Was nun folgte, konnte ich nicht mehr nachvollziehen. Nach und nach verließen immer mehr Eltern den Raum. Am inhaltlich durchdachten und gut strukturierten Vortrag kann es nicht gelegen haben. Fragen über Fragen türmten sich in meinem Kopf.
Handelte es sich um Muttis, die sich um das Abendbrot kümmern mussten?
Warum waren sie gekommen, wenn sie bereits alles wussten?
Dachten sie, es sei eine Selbstbedienungsveranstaltung, bei der man gehen konnte, wenn die eigene Frage beantwortet wurde?
Waren diese Leute krank, als in der Schule Achtung vor dem Redner gelehrt wurde?
Wie wollen sie ihre eigenen Kinder erziehen, wenn sie selbst diese Anstandsformen nicht kennen?
Zum Glück spendeten die Eltern Applaus, denen der gesamte Abend eine Hilfe war.
Herrn Beutling möchte ich danken und empfehlen, einen Knigge-Leistungskurs für Eltern einzurichten.

Herzliche Grüße von einer besorgten Mutter

Donnerstag, 19.08.2010

Die Sonne scheint wieder, logisch, jetzt wo das Schwimmlager abgeblasen wurde. Mit dem Wetter kann man derzeit auch nicht mehr planen, früher war irgendwie alles anders. Da waren die Sommer noch Sommer und man ging ins Wasser, um sich zu abzukühlen. Heute hat man Angst, sich zu erkälten. Und das im Sommer. 40 Prozent aller Zehnjährigen können nicht schwimmen, vor zehn Jahren konnten sich noch fast 95 Prozent aller Viertklässler schwimmend ins kühle Nass stürzen. Früher war eben irgendwie alles anders. Dafür sind unsere Schüler nicht krank.
Weil wir gerade beim Wasser sind, wenigstens zum Hildebrandfest hatte Herr Petrus ein Einsehen und ließ trotz dunkler Wolken die Mehringstraße im Trocknen. Somit konnten die Feierlichkeiten wie geplant über die Bühne gehen. Was allerdings einige Anwesende im Schulhaus so trieben, hätte eine kalte Dusche verdient: Beschmierungen im B-Trakt sowie eine demolierte Jungs-Toilette sprechen kaum für Freunde der RHS. Manchmal möchte man gern wissen, was in deren Köpfen so abgeht. Oder besser auch nicht.

Mittwoch, 10.08.2010

Neues Schuljahr mit mal wirklich etwas Neuem: Blockunterricht. Unterrichtet wird nun fast ohne Pause, was ja durchaus im Sinne des Erfinders ist. Die Vorteile liegen auf der Hand: Stoffvermittlung findet nicht mehr zerstückelt statt, moderne Unterrichtsformen prägen den Unterrichtsverlauf. Und ganz nebenbei sollte die Schultasche etwas leichter werden. Wenn man so manch´ kleinen Zwerg durch das Schulhaus stampfen sieht, keine schlechte Idee.
Auf der Strecke bleiben allerdings Möglichkeiten der Kommunikation. Pausen, in denen man sich mit Freunden treffen, sich austauschen kann, sind Mangelware. Interaktionen zwischen Schüler und Lehrkörper kaum noch möglich. Man hetzt mehr aneinander vorbei.
Fairerweise muss man dem Blockmodell natürlich eine Chance geben, traditionell sollten 100 Tage reichen, um das neue System auf Herz und Nieren zu prüfen. Hilde wird ein Auge drauf haben, oder besser zwei. Versprochen.

Sonntag, 27.06.2010

Sommerferien - das derzeitige Wetter macht der verdienten Erholungspause auch den Gefallen, sich so nennen zu dürfen. Und wenn die Löw-Elf heute noch England schlägt, mehr Sommer geht ja kaum.
Vergessen die letzten Wochen mit all den Exkursionen, Stunden und Vertretungsstunden, die eigentlich nur einen Sinn hatten, dass die Stunden vertreten werden. Irgendwie sind die letzten Wochen immer die anstrengendsten, man sollte doch mal überlegen, ob man die Sommerferien nicht schon 14 Tage eher beginnen lässt, dann haben die Lehrer Ruhe und genug Zeit, zu einer Notenfindung zu kommen, um dann, wie ein Schüler so futuristisch anmerkte, das Zeugnis per Mail zukommen zu lassen. Eigentlich ´ne Klasse Idee, hilft ja auch ganz nebenbei der Umwelt und den Klassenlehrern Nerven sparen beim alljährlichen Kampf mit den Zeugnisformularen.
Nun gut, genug sinniert über dieses Schuljahr, auch Hilde braucht etwas Ablenkung und verlässt ihre heimischen Gefllde, um voller Elan und Neugier ins neue Schuljahr zu starten. Schöne Ferien.

Freitag, 18.06.2010

WM-Hype auch an der RHS. Hätten die Spielplaner mal eher nachgedacht, wäre das Spiel der Deutschen gegen Serbien nicht auf 13:30 gelegt worden. Da haben nämlich noch wenigstens 80 Prozent der RHS-Schüler Unterricht. Hätten die Spielplaner mal eher nachgedacht, hätten besorgte Eltern ruhiger schlafen können und sich nicht die ganze Nacht um die Ohren schlagen müssen, wie sie ihre fussballbesessenen Kinder am besten vom Unterricht freistellen lassen. Auf so eine Idee muss man erst mal kommen, einen Freistellungsauftrag zum Public Viewing zu stellen. Am besten schon nach der 5.Stunde, damit die Kids sich noch mit Popcorn, Cola und Vuvuzela eindecken können.
Nun gut, man hätte das alles auch diplomatischer lösen können, in anderen Bundesländern gibt es auch konkrete Regelungen zum gemeinsamen Schauen, aber dass die Schüler inzwischen ihren Stundenplan am WM-Fahrplan ausrichten, kann ja nicht im Sinne des Erfinders sein.

Dienstag, 15.06.2010

"Die Versuchskaninchen brechen aus" - kein aktueller Filmtitel mit PETA-Bezug, sondern das Motto unseres aktuellen Abiturjahrganges. Sie wurden aber auch gebeutelt: neue Lehrpläne, BLF, KLL und neues Oberstufensystem, alle Neuerungen des sächsischen Bildungssystems ereilten unsere 12er. Grund genug also, all die Lasten endlich abzustreifen und abzufeiern. Das machen die meisten zwar schon seit Wochen, nur ein paar Auserwählte müssen noch in die Nachprüfungen, aber ein richtiger Abigag muss schon sein.
Geschult an den Erfahrungen der letzten Jahrgänge hatte sich ein motiviertes Planungsteam gefunden, dass den "Versuchskaninchen" ein angemessenes Denkmal setzen wollte. Nun sind Ideen das eine, die Umsetzung das andere. Die Klassenzimmer in Möbellager umzufunktionieren, erschien zu reizvoll, der Sinn des Tischestapelns erschließt sich allerdings kaum jemanden. Konfetti, Wasserpistolen scheinen irgendwie zum Standard zu gehören, für die Spuren fühlten sich unsere Abiturienten aber auch verantwortlich, so verdunkelten die Zeitungen auch nur bis zur dritten Stunde die Fenster. Man sollte sich wie im Bunker fühlen, hmm, gegen dieses Geühl gibt es ja aber nun mal Fenster.
Originell dagegen die Absperrbänder vor der Schule. Nicht jede fahrende Mutti verstand am frühen Morgen die Idee der 12er, etwas System in das An- und Abfahren der zahlreichen kleinen Ein-Mann-Schulbusse zu bringen. Dass Schlimmeres verhindert wurde, lag wohl vor allem an der Sturheit der Abiturienten, auch wenn ihnen das bei ihrer zukünftigen Berufswahl wohl auf die Füße fallen könnte (O-Ton Schülermutter: "Wenn ihr euch bei mir bewerbt, lehne ich euch alle ab.").
Wer dann den eigentlichen Abigag am Mittag noch erleben konnte, war überrascht: Eine Bühne, ein DJ, ein Programm. Durchaus ansprechende Spielchen mit entsprechenden Ehrungen (zum Glück gibt´s die Burgerking-Kronen) und Strafen (angekettet an das Gittertor) mit überragenden Solo-Darbietungen (Frau Knobloch und Herr Schulze toppen doch jedes DSDS) gepaart mit einem angemessenen zeitlichen Rahmen ließen den Abigag 2010 so ausklingen, dass man ihn durchaus in Erinnerung behalten kann. Entlassen wir also die "Versuchskaninchen" in die freie Wildbahn ...

Montag, 07.06.2010

Klassenfahrtswoche - für Schüler ein Traum, für Lehrer ein Grauen. Für die sechsten Klassen wie auch für die Studienfahrten der 11er heißt das Erholung, garniert mit ein bisschen Bildung, statt Mathe, Deutsch oder Englisch. Wobei für die 11er etwas mehr auf dem Spiel steht, immerhin muss im Oktober eine wissenschaftliche Arbeit abgegeben werden. So stehen München, London, Wien, Krakau und wie immer Boiensdorf nicht nur für Spaß, sondern auch für selbstorganisiertes Bearbeiten der Studienarbeitsthemen.
Für alle Hiergebliebenen bedeutet diese Woche Improvisation. Kurze Stunden-, dafür lange Vertretungspläne, ständig wechselnde Lehrer, wenig Lust, sich darauf einzustellen, richtig Spaß macht das nicht. Wie eigentlich immer wähnt sich der Schüler schon in den Ferien, allzu große Anstrengung ist nicht gefragt. Dass der Leistungsdruck weg ist, tut sein Übriges dazu. Geduld ist nötig und vor allem Verständnis dafür, dass noch drei Wochen zu absolvieren sind, bis das letzte Pausenklingeln in die Sommerferien entlässt.

Freitag, 21.05.2010

Großes Lob dem Chor! Nur denkbar knapp musste man sich beim Deutschen Chorwettbewerb in Dortmund dem Drittplazierten beugen. Dafür wurde aber auch tief in die Trickkiste gegriffen: Um nicht abgelenkt zu werden, durften sich unsere Choristen nicht die Darbietungen der Konkurrenten anschauen. Am Ende hat sich das gelohnt: Wir haben den viertbesten Chor, deutschlandweit!
Wer sich in den letzten Tagen im oberen C-Flügel rumgetrieben hat, wird´s schon bemerkt haben: Ruhe, absolute Stille. Und woran liegt´s? Die 12er sind weg. Die Abiprüfungen sind (vorerst) vorbei, sie haben sich ein paar ruhige Tage verdient. Noch ist man vor ihnen nicht ganz sicher - der Abigag steht ja noch bevor.
Aber auch sonst verändert sich einiges. Da die 12er nun nicht mehr da sind, können die 11er ja allein in den Schulklub, die 10er die Kreuzung Mehring- / Offenbachstraße einnehmen und die 9er müssen sich nicht mehr verstecken. Wer das nicht ganz versteht, sollte einfach mal in der großen Pause einen Blick über den Schulzaun werfen, er wird es verstehen. Lustigste Erklärung für diesen außerschulischen Bewegungsdrang: Meine Mutti musste mir was bringen. Selten so gelacht.
Könnte aber sein, dass im kommenden Schuljahr alles noch mehr anders wird: Der Blockunterricht steht vor der Tür. Das wird unsere Schülerschaft vor völllig neue Aufgaben stellen, denn sie muss ihr Pausenverhalten neu organisieren. Weniger und kürzere Pausen, dafür 95 Minuten Unterricht am Stück. Da stellt sich für manchen vielleicht die Sinnfrage: Warum bin ich eigentlich (hier)?

Dienstag, 04.05.2010

Hilde ist derzeit etwas durch den Wind, nicht nur der Flieder blüht lila weiß, sondern auch das kleine gallische Dorf hinter den sieben Bergen, von dem die Hilde irgendwie nicht loskommt. Aber das wird wieder.
Was passiert außerdem Weltbewegendes? Wir kommen nicht aus den Medien. Die Fernsehteams geben sich die Klinke in die Hand, Bildung scheint ein interessantes Thema zu sein, die Veränderung bei den Bildungsempfehlungen (ab dem Schuljahr 2011 / 2012 relevant) spaltet: 2,5 oder 2,0, Mittelschule oder Gymnasium, große Klassen - kleine Klassen, gut oder schlecht, ... Wir platzen aus allen Nähten, bin mal gespannt, welche Auswirkungen das haben wird.
Wie man unschwer erkennt, es ist Frühling und Zeit, in den Pausen wieder mal mehr das Freie aufzusuchen. Nur was tun? Die große Hofpause ist lang, also sucht man sich entsprechende Spielchen. Die Kleineren haben genügend Ideen, sich die Zeit zu vertreiben, erfinden Spiele, deren Regeln sich dem Außenstehenden nicht sofort erschließen. Allerdings brauchen sie dazu Platz, warum dafür nicht der Basketballplatz genutzt wird, weiß ich nicht. Vielleicht ist es spannender, den Ball zum wiederholten Male aus den Hecken zu holen (irgendwann wird´s ja leichter, da keine mehr da ist), die Hauswand des Schulclubs als Objekt einzubeziehen, ich warte nur darauf, dass die erste Scheibe klirrt.
Wer keine Lust hat, sich zu bewegen, hängt irgendwie ab. Nachvollziehbar nach fünf Stunden Unterrichtsstress, warum das aber unbedingt auf den Fahrrädern anderer Schüler passieren muss, wissen wahrscheinlich nur die Bikeschaukler selbst. Schäden sind vorprogrammiert, interessiert aber kaum. Zeit, mal den Kopf einzuschalten, auch wenn eigentlich Pause ist.

Dienstag, 20.04.2010

Hilde noch im Winterschlaf? Fast könnte man denken, der hildebrandische Geist habe seine Heimat in einen Dornröschenschlaf versetzt und warte sehnsüchtig auf den Prinzen, der weiß, was er zu tun habe. Inhaltlich mag das schon stimmen, etwas lethargisch kommt sie derzeit schon daher, die RHS. Auch wenn Fassadenkosmetik aktuell ein Thema ist, wohlmöglich bekommen wir bald Zuwachs und damit gesehen noch mehr kleine Geister, doch ein Erweiterungsbau löst die aktuellen Probleme allein nicht. Viele Baustellen warten darauf, dass es endlich mal los geht. Blockunterricht im neuen Schuljahr? Man müsste mal endlich drüber reden.
Am kommenden Donnerstag kann man das: Stadtverwaltung und Bildungsagentur geben vielleicht nicht nur einen Ausblick, ob wir in den kommenden Jahren nun drei-, vier- oder fünfzügig sein werden.

Dienstag, 30.03.2010

Hilde war im Urlaub oder auf Neudeutsch beim Schüleraustausch. Fährt man dazu traditionell eigentlich nach England oder Frankreich, um die Fremdsprachen zu schulen, führten in diesem Falle die Wege ins Tulpen- und Käseland, genauer gesagt nach Epe, einer Kleinstadt ca. 15 km entfernt von Apeldoorn (unbekannt?), ca. 20 km entfernt von Deventer (unbekannt?), gut, 100 km von Amsterdam (bekannt!).
Das holländische Schulsystem ist etwas anders organisiert als das unsere, schon allein die Stundenzeiten beweisen die Liberalität unseres Nachbarlandes: Pausen- und Stundenklingeln sind eins, äußerst pragmatisch, nun liegt es an dem Schüler selbst, pünktlich zur nächsten Unterrichtsstunde zu erscheinen. Kaugummi im Unterricht verboten, dagegen Rauchen auf dem Schulgelände erlaubt. Zuspät- oder Garnichtkommer müssen mit drakonischen Strafen rechnen: Das Fegen des Schulhofes ist da noch das kleinste Übel.
Unsere Schüler hatten damit null Probleme, wollten sogar noch bleiben, na aber, so schlimm ist unser Schulsystem nun auch nicht. Immerhin darf man Kaugummi im Unterricht kauen.
Und hier? Die 12er starten ihre Mottotage, sehr kreativ begann die Woche mit den "Randgruppen", bei dem ein oder anderen war allerdings nicht genau zu erkennen, welcher Spezies er nun angehört, vieles unterschied sich nicht von der gewohnten Alltagskleidung. Oder gehört die Jogginghose inzwischen den Randgruppen? Nööö, wir hatten das doch gerade anlässlich des Internationalen Jogginghosentages ganz anders gelesen.

Montag, 08.03.2010

Was für Tage: Unsere Jungs schlagen sich tapfer bei der Schulfussball-WM, scheitern letztendlich an Honduras, was keine Schande ist; die Squibs siegen beim Bandclash (wobei sich das Bekenntnis zu unserer Schule etwas in Grenzen hält, man startet zwar für die RHS, aber wer weiß das?); die Homepage landet auf Platz 32 beim bundesweiten Schulhomepage-Award; das Schulhaus wird neu gestaltet; Schüler unterhalten sich ganz kultiviert mit ihren Lehrenden und verstehen einander - das klingt ja alles nach supitrupi Heiter- und Zufriedenheit. Ist der Schulklimawandel gestoppt?
Wohl eher nicht, denn schaut man mal genauer hin, dann ist es eben nur ein kleiner (interessierter) Teil auf allen Seiten, den das Biotop "RHS" wirklich tangiert. Klar, man geht auf diese Schule (dafür nehmen Eltern sogar einen Wohnortwechsel in Kauf), aber da hört es auch schon auf. Man hat fast das Gefühl, als leben wir inzwischen in einer Zweiklassengesellschaft, die den hildebrandischen Geist wie einen Schatten seiner selbst erscheinen lässt: Einige wenige, die engagiert Schule gestalten und mitbestimmen wollen, und die anderen, denen ein warmes Schulhaus für den Tag reicht, schön, wenn auch die Freunde noch in der Nähe sind.
Auch mir als Geist ist klar, dass wir nicht der Nabel der Welt sind, dass manch einer froh ist, wenn er nach acht Stunden die Mehringstraße unbeschadet, und das in jeglicher Hinsicht, gen Zuhause überqueren kann. Allerdings stehen wir immer noch in der Tradition unseres Namengebers: „Dass er geistig zugreifen lerne, dazu ist der werdende Mensch in der Schule, nicht dazu, dass man ihm den Geist vollstecke ohne eigenes Zutun.“

Dienstag, 16.02.2010

Auch ein Geist muss mal Urlaub machen und so bin ich derzeit in Bayern. Hier ticken die Uhren doch ein bisschen anders, gerade in den Faschingswochen ist das spürbar.
Die bayrischen Schüler scheinen ohnehin froh zu sein, etwas Abwechslung in ihr tristes Leben zu bekommen, welches in den letzten Wochen vor allem durch Stress und fehlender Freizeit geprägt war. Dafür lohnt es sich auch mal zu streiken. Ist ja auch ein bisschen viel: Neue Lehrpläne und die Umstellung von G 9 auf G 8. Hausaufgaben, erstmals Prüfungen in verpflichtenden Abiturfächern, Lernen die ganze Nacht, ....
Wie meinte eine Mutter im "Focus" so schön: "Der Stress geht schon in der Früh los", sagte sie. Die Nerven der Schüler lägen blank, weil ihnen der Ausgleich fehle. Ähnlich sei es im Studium: "Bis sie ins Berufsleben eintreten, brauchen sie die erste Kur." - Gott sei Dank ist morgen Aschermittwoch und der Faschingswahn vorbei, Zeit auch für die Bayern, wieder Willkommen im Leben zu sagen.

Freitag, 05.02.2010

Auch wenn die letzten Wochen rein wettermäßig schon etwas von Winterspaß hatten, erst jetzt sind Ferien. Zeit sich zu erholen, abzuspannen (einige Kursschüler haben da schon etwas vorgearbeitet), mal über das ein oder andere nachzudenken, wohin soll´s gehen: Für die 5.Klässler steht die Sprachwahl an, die 7. Klassen müssen sich für das Gewi- oder Nawi-Profil entscheiden, die 10. Klassen für ihren weiteren Weg im Studium- und Ausbildungsdschungel. Die 12er erwartet das Mathevorabitur (man munkelt, es solle schrecklicher als das Deutsch-Vorabi werden).
Auch ich werde keine Ruhe haben: Mein Zuhause wird grundgereinigt, alles wieder saubergemacht, am 27.02. wartet der Tag der offenen Tür auf alle zukünftigen RHSler.

Schöne Ferien!

Freitag, 29.01.2010

Diese Woche mal wieder mein Lieblingsthema: Der alltägliche Wahnsinn auf den Straßen. Endlich Zeit, sich strategisch und taktisch eine Lösung zu überlegen. Und die kann nur heißen: Einbahnstraße! Morgens weg von der Schule, nachmittags nur in Richtung RHS führend. Da würde sich der überbesorgte Autofahrer dreimal überlegen, ob er die Mehringstraße ansteuert. Spart nebenbei auch Nerven und Zeit. Es kann doch nicht im Sinne eines optimierten Schülerverkehrs sein, dass sich die Autos frühmorgens in der Offenbachstraße gegenüberstehen und die Fahrer minutenlang darüber sinnieren, wie sie ihr Fahrzeug über das des anderen hieven. Ganz nebenbei kommen die Schüler natürlich zu spät.
Aber ehe die Stadtverwaltung sich dieser Aufgabe annehmen muss, sind Ferien und dann bald März und Frühling und der Schnee weg und damit wohl auch mein Lieblingsthema.

Sonnabend, 16.01.2010

Eine Woche des Improvisierens liegt hinter uns. Davon können die Winterlagerfahrer wohl genauso ein Lied singen, wie die Organisatoren des Schülerkongresses.
Vor allem die Winterkinder der 7.Klassen haben alle Register ziehen können: Sämtliche Rettungskräfte von Klingenthal und Mittenwald können davon wohl ein Lied singen, teils verschuldet, teils unverschuldet bleiben die Markkleeberger den Gastgebern in bleibender Erinnerung. Nebenbei wurde natürlich auch Ski gefahren und das so, dass alle wieder gesund zu Hause angekommen sind.
Der diesjährige Schülerkongress war der des letzten Jahres. Kein Wortspiel, sondern einfach der Tatsache geschuldet, dass der Termin im November ausfallen musste. Schon damals war klar, dass der Kongress im Januar nachgeholt wird, alle haben es wohl ein wenig verdrängt. So musste das Team um Roland Kramm, vor allem auch wegen der Abwesenheit vieler Klassenlehrer und Tutoren, ganze Aufbauarbeit leisten, um die diesjährige Auflage nicht ganz ins Wasser fallen zu sehen. Und das mit Erfolg. Die einzelnen Fachrichtungen waren gut besucht, die Informierenden der Unis & TH´s motiviert genug, sich den Fragen der Schüler zu stellen. Und das an einem Freitagnachmittag!

Mittwoch, 13.01.2010

Wenn die Vertretungspläne länger werden als die Stundenpläne, dann ist Winterlagerzeit. Nun müssten die 7. und 9.Klassen derzeit nicht unbedingt das Weite suchen, von der weißen Masse haben wir hier auch mehr als genug. Nur die Pisten fehlen, das kann auch kein Eulenberg bieten. Das Feeling, im Winterlager zu sein, kann sich allerdings auch bei den Hiergebliebenen einstellen: Wie komme ich am besten und vor allem verletzungsfrei in die Schule. Die Auswahl an Fortbewegungsmitteln wurde schon um Skier erweitert, seitens der Stadtverwaltung sollte man doch mal überlegen, eine Loipe zur RHS zu legen. Da könnte man auch die Kosten für´s Winterlager sparen.

Wenn zwei ganze Klassenstufen fehlen, kehrt etwas Ruhe ein. Da bietet es sich auch an, den ausgefallenen Studienkongress für die 10. und 11.Klassen nachzuholen. Vom Zeitpunkt sicherlich nicht ganz glücklich gewählt, da am Donnerstag bereits der Tag der offenen Hochschultür die Studierwilligen interessieren sollte. Andererseits sollte der ein oder andere nach dem Freitag wenigstens annähernd wissen, wo es in Zukunft mal hingehen könnte.

Mittwoch, 06.01.2010

Ein neues Jahr - die Chips spielen verrückt und lassen EC-Karten einfach nicht ihren Job machen. 30 Millionen EC-Karten sind betroffen, das haben wir angesichts der Krise gerade noch gebraucht. Da will der Konsument schon konsumieren und darf nicht. Eigentlich wurde dieses Problem schon zur Jahrtausendwende erwartet, damals befürchtete man allerdings noch, dass die Mikrowellen die Datumsgrenze nicht verstehen und gar explodieren.

Und bei uns? Der Schnee ist da und das freut besonders die Schneeballfetischisten. Interessanterweise kommen die nicht, wie eigentlich zu erwarten, nur aus den unteren Klassenstufen, nein, auch die Zehner kämpfen um jeden Quadratzentimeter Schulhof. Müssen dabei allerdings anerkennen, dass die Zwerge meistens in der Überzahl sind und gemeine Taktiken haben. Angst sowieso nicht.

Angesichts dieser weißen Pracht und den Nachwehen der Ferien dürfte man eigentlich annehmen, dass die Schülerschaft ausgeglichen dem Schulalltag entgegensieht und sich freut, wieder in ihrem Wohnzimmer zu sein. Irgendwie scheint die Harmonie zwischen Schule, Schüler und wohl auch Lehrer aber irgendwie getrübt zu sein, wie sonst lassen sich die erneuten Botschaften am Schulgebäude erklären?

Dienstag, 22.12.2009

Dass wir nicht nur musisch profiliert sind, haben die letzten Schultage gezeigt: Da wurde frei und quer gedacht, beim Vorlesewettbewerb dazu noch quer gelesen und das in durchaus beachtenswerter Qualität. Das RHS-Jahrbuch 2008 / 09 könnte glattweg auch unterm Gabentisch landen, 216 Seiten - da ist Weihnachten gelaufen.
Nun klingt das alles nach viel Harmonie, die Querdenker scheinen aber genau das nicht zu wollen und haben wieder einmal ihr persönliches Feindbild aufgespießt: den Lehrer als Vorbild. Nicht genug, dass er rauchend vor dem Schultor steht, nun glänzt er auch noch mit fehlender Zivilcourage, fehlendem gesellschaftlichen Engagement und fachlicher Inkompetenz.
Sollte man angesichts dieser Mängelliste und drohender Revolution nicht gleich Bertolt Brechts "Lösung" folgen:

...
Wäre es da
Nicht doch einfacher, die Schülerschaft
Löste die Lehrerschaft auf und
Wählte eine andere?

Vielleicht auch andersrum. Ich werde mal über Weihnachten nachdenken.

Ein besinnliches Fest.

Eure Hilde

Montag, 07.12.2009

Sauberkeit und Schule - manchmal sind das zwei Dinge, die sich bei uns ausschließen. Über einen Mangel an Abfallbehältern können wir uns nun doch wirklich nicht beklagen, allerdings scheint der Weg zu diesen ein mühsamer. Lass´ fallen, was du nicht mehr benötigst, scheint derzeit die Maxime zu sein, davor sind nicht einmal die Fensterbänke vor dem Sekretariat sicher. Ganz Sportliche versuchen wenigstens noch, ihren Müll ähnlich einem Drei-Punkte-Wurf beim Basketball im Eimer zu versenken, die Fehlerquote ist dabei allerdings immer noch zu hoch. Ein Korbleger, um im Basketball-Jargon zu bleiben, wäre da wohl die bessere Alternative. Ansonsten hilft nur noch ein Selbstreinigungsprozess (im doppeldeutigen Sinne) oder eben im eigenen Müll zu ersticken.

Mittwoch, 25.11.2009

"Pimp my teacher" - so in etwas könnte man jugendsprachlich das umschreiben, was gestern am Pädagogischen Tag mit unseren Lehrern geschah. So manchem Schüler war es wohl egal, warum er am 24.11. schulfrei hatte, Hauptsache mal in den eigenen vier Wänden ausschlafen. Allerdings Vorsicht, vielleicht erkennt ihr eure Lehrer gar nicht wieder: Visionen, Kommunikation, Schulrecht und Blockunterricht standen auf dem Stundenplan. So manche Idee könnte in den Unterricht folgen und euer Leben revolutionieren.

Freitag, 13.11.2009

Oh, Freitag, der 13., ganz schlechtes Omen, sollte man eigentlich im Bett bleiben. Angesichts grasierender Grippewellen (ich dachte immer, die machen um Markkleeberg einen großen Bogen, wozu haben wir sonst den Autobahnring) keine schlechte Idee.
Nun hätte es mich ja nach meinen letzten Eingebungen nicht gewundert, wenn der ein oder andere Schüler wirklich auf die Idee gekommen wäre, mal so einen Flashmob zu organisieren, aber denkste. Die zwei Möchte-Gern-Zauberer, die als wohl Einzigste bemerkt haben, dass der 11.11. die nervige Zeit des Sich-Verkostümierens und Wir-lasse-de-Dom-in-Kölle einleitet, zählen da nicht. Irgendwie scheinen sich unsere lieben Hausbewohner ihre Zeit anders zu vertreiben. Treffen mit dem Schulleiter? Ausgefallen wegen mangelnder Beteiligung, wobei der Protagonist der Stunde auch das akademische Viertel sachsen-anhaltinisch interpretiert. Wir haben seit einer Woche wieder ein funktionierendes Forum, da würden uns andere Schulen drum beneiden. Nun kann man sicherlich nicht erwarten, dass vor lauter Begeisterung gleich der Server zusammenbricht, aber zweieinhalb Anmeldungen in sieben Tagen sind nun auch nicht wirklich der Bringer (die halbe Anmeldung war wenigstens aber originell und flog wegen seiner hab@net.de-Adresse gleich mal wieder raus). Themen dürfte es doch genug geben (wenn gar nichts geht, darf es meinetwegen auch die Schülerspeisung oder das mangelnde Toilettenpapier sein ...).
Liebe Schüler, das ist auch immer noch eure Schule und es kann doch nicht das höchste aller Glücksgefühle sein, einmal auf der anderen Straßenseite zu stehen oder auf einem der roten Ledersofas herumzulümmeln. Da gibt´s doch noch was anderes (muss ja nicht gleich eine Besetzung der Bildunsgeinrichtung sein, wie es derzeit die Studenten praktizieren).

Eine etwas genervte Hilde.

Montag, 09.11.2009

"Der Begriff Flashmob (flash – Blitz; mob – von mobilis – beweglich) bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer üblicherweise persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun." (Quelle: wikipedia.de).
Zu Glück sind unsere Schüler bisher noch nicht auf die Idee gekommen, derart "ungewöhnliche Dinge" aus dem Nichts zu tun, wie z.B. "Wir schauen jetzt mal alle zusammen aus dem Fenster.".
Erste Erfahrungen mit den blitzartigen Bildungen des Mobs konnten am Wochenende einige Choristen der RHS machen, als sie zusammen mit Britain´s Got Talent des Jahres 2007, Paul Potts, auf den Stufen des Leipziger Hauptbahnhofes Beethovens "Ode an die Freude" zelebrierten. Die Idee entstammt einer Marketingstrategie des margentafarbenen Telekomunikationsunternehmen. So ganz unvorbereitet war das Ganze dann allerdings wohl doch nicht, denn wie bekommt man Paul Potts punktgenau an den Hbf. und platziert ihn dann so, dass bereits drei Stunden später ein fertig gedrehter Werbespot bei youtube zu sehen ist?
Nun, sei´s drum, Kommerz hin, Kommerz her - Leipzig bekommt seine Würdigung in Hinblick auf die friedliche Revolution und die Öfnung der Mauer vor 20 Jahren und die beteiligten RHS-Schüler können sagen, wir sind dabei gewesen. Was die Hilde ja vor 20 Jahren irgendwie verschlafen hat, Insider wissen das, die Fahrschule und Zwenkau und so ...

Montag, 02.11.2009

Ferien vorbei - man braucht etwas Zeit, um sich wieder an die Schule zu gewöhnen. Das Wetter tut sein Übriges dazu, gut für den fächerverbindenden Unterricht in Klasse 7, seit dieser Woche steht "Wasser" auf dem Stundenplan, davon haben wir ja derzeit genug.
In der Schule selbst fallen vor allem die ständig fröstelnden Schüler auf. Wehe, man lüftet mal die Zimmer ... Zum Glück gibt´s ja die Belehrung zu hygienischen Verhaltensweisen und Verhütung von Erkältungskrankheiten. Der Oktober ist reich an Hinweisen, die unser (Schul-) Leben organisieren helfen sollen, Belehrungen zum Verhalten beim Drachensteigen und bei Gewitter sind dabei die absoluten Highlights: Wenig einschlagsgefährdet sind Ebenen oder Bodenmulden und Hohlwege, in die man sich mit geschlossenen Beinen hinhockt. Man sollte schon mal mit Buddeln anfangen.

Donnerstag, 08.10.2009

Ferien - Hilde wird diese natürlich auch genießen.
Zuvor lagen noch zwei Wochen fvU - fächerverhindernder Unterricht, so mag mancher Schüler denken, wenn er die Blockstunden der letzten Tage für die 10. Klassen genießen durfte. Entweder hat den Zehntklässlern keiner so richtig erklärt, was da in der letzten Schulwoche vor den Ferien passiert oder sie haben generell keine Lust mehr. Anders kann man sich die offen zur Schau getragene Passivität nicht erklären. Gut, mit Alaska (Klasse 9), Renaissance (Klasse 8) oder Wasser (Klasse 7) kann das weniger auf Erlebnisorientierung ausgerichtete Projekt eben nicht mithalten, soll es auch nicht. Es sollte fit machen für die Abiturstufe, nur blöd, wenn das nur die Wenigsten erkennen.
Schöne Ferien.

Freitag, 02.10.2009

Hilde hatte gestern Wandertag oder auf Neudeutsch: Hilde goes to Gewandhaus. Nun sollte das für ein musisches Gymnasium, wie es das unsere nun einmal ist, ein Feiertag sein, in das ehrwürdige Konzertgebäude treten und Riccardo Chailly hören zu dürfen. Aber denkste, da muss inzwischen sogar die Hilde was dazu lernen.
Dass es früher mal Usus war, an einem solchen Tag den Unterricht zu Gunsten der Muse ausfallen zu lassen, ist eh´ Schnee von gestern, somit hatte der geplagte Schüler schon auf dem Weg zum Konzert genügend Zeit, sich eine passende Ausrede einfallen zu lassen, warum er die 1.Stunde versäumt hatte. Wahrscheinlich war der ein oder andere so spät aufgestanden, dass er nicht einmal bemerkte, dass er kleidungstechnisch nicht ganz auf dem Laufenden war: Jogginghose und Trainingsjacke, damit geht man eher zum Döner essen als ins Schülerkonzert. Aber warum das Nützliche nicht mit dem notwendigen Übel verbinden, damit das Outfit perfekt ausfällt, gehören natürlich noch die Ohrstöpsel rein, wenn ich schon eine Stunde meiner Zeit opfern muss, dann will ich doch bestimmen, welche Musik ich höre: Bruckners 4.Sinfonie, wenn auch eine "romantische", ganz bestimmt nicht.
Das Gewandhausorchester hatte gegen dieses provokative Desinteresse sein eigenes Mittel: Es spielte einfach laut und machte somit klar, dass es in seinem Zuhause immer noch selbst bestimmt, was gespielt wird. Inzwischen ist der Schüler aus seinem Schlummerschlaf erwacht und fragt den Nachbarn, wie lange es noch dauert. Bekommt somit aber auch nicht mit, dass man höflichst zwischen den einzelnen Sätzen nicht Beifall klatschen soll.
Nach anderthalb Stunden kann sich der Schüler wieder auf das Wesentliche konzentrieren, allerdings muss er sich sputen, die 6.Stunde wartet. Auf dem Weg dahin bastelt er an einer ausgefeilten Ausrede, um den Tag nicht vollends in die Tonne werfen zu müssen.
Glücklicherweise hat die Hilde auch zufriedene Gesichter gesehen, die es zu schätzen wussten, für 5 € einen Grammy-Preisträger zu sehen und ein Orchester zu hören, das einfach Weltklasse besitzt.

Freitag, 25.09.2009

Holla, die Waldfee - was für ein Tag gestern: Wieder einmal Feueralarm, dieses Mal alles in geordneten Bahnen, geplante Klassenarbeiten fielen gleich vorn vornherein aus - wie praktisch. Jedenfalls schienen alle den veränderten Plan zu kennen und suchten das neue Terrain geordnet auf.
Die neue Ausgabe der "Querdenker" machte ihrem Namen alle Ehre: Generalangriff auf die Vorbildrolle. Da auch mich als Geist manchmal ein Duft von Freiheit umströmt (ich weiß, das zerstört jetzt ganze Welten von Welten), kann ich dem nur ein müdes Grinsen entgegen halten. Was kommt als Nächstes? Müssen die Lehrer nun für die Schulobst-Initiative herhalten und als Möhre verkleidet den Unterricht anreichern? Gesunde Ernährung, aber nur wenn mir´s einer vormacht? Ich krieg´ außerdem den Zusammenhang mit dem Toilettenduft nicht ganz hin - ich glaub´, ich frag´ da mal Dr. Bamboocha.

Mittwoch, 23.09.2009

Manchmal irrt auch ein Geist: Bei einem möglichen Alarm ist nicht mehr der Ballsportplatz Sammelpunkt, sondern die Mehringstraße in Richtung Abendsonne. Nun muss man nur noch wissen, wo die Abendsonne ist, aber das lässt sich ja geographisch oder astronomisch herausbekommen. Und wer dabei immer noch keine Antwort findet, folgt einfach dem Herdentrieb, irgendjemand wird schon dabei sein, der weiß, wo´s lang geht.

Donnerstag, 17.09.2009

"Hurra, hurra, die Schule brennt" - nur ein Hit aus der NDW-Zeit (fragt mal eure Eltern, was das war)? Naja, ganz so schlimm, war´s gestern nicht, aber dass die Markkleeberger Feuerwehr vor unserer Schule aufkreuzt, passiert ja auch nicht aller Tage. Für einen Probealarm war der Zeitpunkt unglücklich gewählt, kurz vor Stundenbeginn hat so etwas eigentlich wenig Sinn, da die Schüler meistens noch nicht in den Zimmern sind. Zum Glück war´s am Ende nur ein Fehlalarm, die Floriansjünger konnten ohne Einsatz wieder davon rollen.
Fazit: Die Fluchtwege sind noch nicht ganz klar, manche Klassen standen auf dem Pausenhof (falsch!!!), der Rest auf dem Sportplatz, aber auch da nur unvollständig. Wichtig, alle Notenbücher wären gerettet worden. Da kommt auch so manchem Schüler die alles entscheidende Frage: Ist mein Ranzen eigentlich versichert?
Den Schülern des musischen Zweigs sollte man mal sagen, dass die Alarmsirene auch für das A-Gebäude gilt: Das Klavier muss nicht den letzten Walzer spielen.

Freitag, 11.09.2009

Wenn man sich mal vorstellt, dass in Bayern und Baden-Württemberg immer noch Ferien sind, braucht man sich nicht zu wundern, dass wir in PISA Spitze sind. Wir haben schon einen Monat Schule hinter uns, davon zwar drei Wochen Hitzeplan, die nicht ganz gelten, na gut, beim nächsten PISA-Test wird´s dann eben knapper.
Genug Zeit also, um sich mal ein kleines Bild zu machen. Die Schüler der 5.Klasse scheinen noch alle da zu sein, schwer zu zählen sind sie ja, da immer in Bewegung. Sie laufen nicht mehr ganz so orientierungslos durch ihr Schulhaus und wissen sich inzwischen auch schon im Speisesaal zu behaupten.
Die nun größer Sein-Wollenden drehen dagegen in den Pausen ihre Showrunden, schade dass ihnen noch keiner gesagt hat, dass ihre MP3-Player oder Handys einen Kopfhöreranschluss haben. Über das Erkennen dieses Problemes sind die noch größer Sein-Wollenden schon fast hinaus, ihr Hauptkampfplatz ist der Schulzaun: Wie überwinde ich den zum Inhalieren nikotinhaltiger Luft, ohne dabei von einer der nervenden Aufsichtsführenden mit der Frage aller Fragen daran gehindert zu werden: "Na, wo willst du denn hin?" Ganz Schlaue nehmen gleich die Abkürzung und gehen nicht über den Zaun, sondern den direkten Weg hinter die Sporthalle. Sehr kreativ, das liegt ja nun mal nahe, aber ein Geist sieht alles.
Unsere Groß-Seienden verzweifeln derweilen an ihrem Terminmanagment: Wer kam nur auf die Idee, den Abgabetermin der Studienarbeiten auf den 01.10. zu legen? Und wie kann ich meinen Drucker so manipulieren, dass er just am Tag zuvor das Zeitliche segnet. Man kann´s ja mal versuchen.
Ansonsten, alles beim Alten.

Ach so, am 27.09. werde ich Wahllokal - ein grammatikalisch richtiger Satz. Mehr dazu beim nächsten Mal.

Sonntag, 06.09.2009

Hilde bekommt inzwischen schon Fan-Post:

Bestimmt nervt dich der allmittägliche Berg von hingeworfenen Schultaschen von Schülern unter 1,75 m im Haupteingang A genauso wie jeden, der ins Schulhaus hinein will oder hinaus auf den Hof und darübersteigen muss.

Na, dem gibt´s eigentlich nichts hinzuzufügen. Eine völlige Unart, die ich so in meinem Schulhaus noch nicht gesehen habe. Ich weiß auch nicht, wer den Kleinen gesagt hat, dass der Eingangsbereich rund um die Treppen als Präsentationsfläche im Wettbewerb "Schönster Ranzen 2009" dienen kann. Eigentlich haben unsere Fünftklässler doch auch nach der 5.Stunde noch Unterricht, oder nicht?
Man sollte also dringend etwas tun, ehe sich noch jemand was tut (oder gar ein prämierter Ranzen verlustig geht).

Mittwoch, 26.08.2009

Manchmal begreift man die Verhaltensweisen von Schülern nicht mal als Geist. Oder wie ist es zu erklären, dass der RHS-Schüler, ein ansonsten sehr scheues, vorsichtiges Wesen, dermaßen in die Schule drängt, gar rast? Frühmorgens herrscht rund um die Mehringstraße Ausnahmezustand. Dabei sind nicht einmal die überbesorgten, bis fast in die Schule fahrenden, dabei den Eingang barrikadierenden Eltern das Problem, sondern der RHS-Schüler selbst. Straßenverkehrsordnung??? Noch nie gehört. Da meistens im Rudel gefahren wird, sind die Kompetenzen klar geklärt. Zweirad über alles. Davor ist nicht einmal der Fußweg sicher.
Aufwachen und den (eigenen) Geist nicht erst auf dem Schulgelände wahrnehmen!

Donnerstag, 20.08.2009

Bin heute mal durch durch unseren Speisesaal gegeistert, bisher ja nicht ein Ort, an dem man euphorisch werden konnte: Laut, einprägsames Küchenpersonal, am Essen schieden sich auch die Geister. Nunja, die zehn Minuten Nahrungsaufnahme nach gefühlten zwanzig Minuten Anstehen schaffte man auch irgendwie.
Und heute: Ist das noch unser Sodexo-Personal? Freundlich, hilfsbereit und vor allem schneeellllll. Große Portionen noch dazu. Kompliment an die Küchencrew! Dass darf gern so bleiben.

Montag, 17.08.2009

Manchmal können unsere Schüler ja ganz schön helle sein. Grüne Schilder in der Mittagspause fordern "Hitzefrei für die 7d", Unterschriftensammlungen sollen ebenfalls für einen früheren Schulschluss sorgen. Na, da hat ja die Belehrung über "Rechte und Pflichten der Schüler" schon Früchte getragen, leider interessiert´s keinen.
Vielleicht sollte man mal den Ferienplanern einen kleinen Tipp geben, dass die Klimaerwärmung Sachsen nicht umschifft, es im August so warm werden kann.
Übrigens, am Donnerstag steigt das Thermometer auf 32 ° C - bei Marktkauf soll es Handventilatoren im Angebot geben.

Sonnabend, 08.08.2009

Letzter Feriensonnabend, schade, eigentlich könnten die Ferien noch ´ne Weile gehen. Wenigstens scheint das Wetter mitzuspielen, sodass in den ersten Schulwochen hitzefrei möglich ist (sein könnte, müsste, ...). Kann mich aber nicht daran erinnern, dass es das in den letzten Jahren mal gab. Dafür waren die Architekten einfach zu clever - Schule in Nord-Süd-Ost-West-Richtung, irgendwo ist immer Schatten.
Ich freue mich auf die neuen Fünftklässler, da kommt doch endlich wieder Leben in die Bude. Und da die auch nicht auf den Mund gefallen sind, werden die Großen wie immer um ihre Pfründe kämpfen müssen, von wegen "Ich muss mal an den Computer, um zu arbeiten.". Damit kann man doch keinen 10jährigen mehr beeindrucken: "Häää, ich bin hier auch Schüler."
Ich freue mich auf die Gesichter der neuen Kursschüler, wenn sie ihren Stundenplan sehen und jetzt schon überlegen, welche Stunde man abhängen könnte. Schlechtes Planing, man muss jetzt alles einbringen. Aber Trost sei gespendet, daMars haben Generationen vorher auch gepackt (ich weiß, soooo´n langer Zopf).

Noch überwiegt also die Freude, aber wie es eben so schön heißt, Hilde nervt. Und dieser Zeitpunkt wird schneller kommen als gedacht.

Letzte Änderung am Donnerstag, 2. September 2010 um 00:00:20 Uhr.

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