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Wieder ein Jahr zu Ende, nicht nur ein Jahr, gleich ein ganzes Jahrzehnt.
Das Jahr 2010 hatte es in sich: Ölkatastrophe im Golf von Mexiko; Aschewolken über Europa legen den Flugverkehr lahm; drohende Staatsbankrotte in Griechenland und Irland; wir bekommen einen neuen Bundespräsidenten, weil der "Zöbigker Junge" Horst Köhler nicht mehr will; "wir sind Lena" (warum auch immer); wir tröten während der Fussball-WM auf Vuvuzelas durch Deutschland; sind durch "Stuttgart 21" und die Proteste gegen die Castor-Transporte alle "Wutbürger" (Wort des Jahres); müssen mit Terrorwarnungen leben und leben mit dem Schnee.
Und was prägte das RHS-Jahr? Wir schauen mal ...
Januar
Das Jahr beginnt ganz in Weiß. Der Schnee ist da und das freut besonders die Schneeballfetischisten. Interessanterweise kommen die nicht, wie eigentlich zu erwarten, nur aus den unteren Klassenstufen, nein, auch die Zehner kämpfen um jeden Quadratzentimeter Schulhof. Müssen dabei allerdings anerkennen, dass die Zwerge meistens in der Überzahl sind und gemeine Taktiken haben. Angst sowieso nicht.
Die Vertretungspläne erreichen neue Dimmensionen, klar, es ist Winterlagerzeit. Die 7.Klassen bewegen sich gen Alpen, schlagen sich durch den bayrischen Winter und verzücken die dortigen Rettungskräfte: Teils verschuldet, teils unverschuldet bleiben die Markkleeberger den Gastgebern in bleibender Erinnerung. Nebenbei wurde natürlich auch Ski gefahren und das so, dass alle wieder gesund zu Hause angekommen sind.
Das sind hoffentlich auch diejenigen, die glaubten, mit einem Kanu Schlitten fahren zu können. Irgendwie schien es die AG Kanu nicht mehr auszuhalten, stürmte das Bootshaus und zweckentfremdete die Boote. Sieht allerdings putzig aus, da bekommt die Eskimorolle doch glatt eine andere Bedeutung.
Ansonsten fasziniert der alltägliche Wahnsinn auf den Straßen. Eigentlich Zeit, sich strategisch und taktisch eine Lösung zu überlegen. Es kann doch nicht im Sinne eines optimierten Schülerverkehrs sein, dass sich die Autos frühmorgens in der Offenbachstraße gegenüberstehen und die Fahrer minutenlang darüber sinnieren, wie sie ihr Fahrzeug über das des anderen hieven. Ganz nebenbei kommen die Schüler natürlich zu spät. Aber ehe die Stadtverwaltung sich dieser Aufgabe annehmen muss, sind Ferien und dann bald März und Frühling und der Schnee weg.
Februar
Große Diskussionen im Februar, die Artikel der "Querdenker" hatten mächtig Staub aufgewirbelt. Zeit also, sich mal zu treffen und ins Gespräch zu kommen. Am 23.02.2010 fanden sich interessierte Schüler und Lehrer, eingeladen hatten die Schülersprecher unserer Schule.
Worum ging es? Artikel des "Querdenkers" waren als Hilferuf verstanden wurden, die Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern neu zu überdenken: Wie kann man Probleme anbringen, wie diese einer Lösung zuführen, so, dass keiner der Betroffenen sich auf die Füße getreten fühlt? Mit einer eindeutigen Antwort in der Tasche konnte wohl keiner am Dienstag nach Hause gehen, wohl aber mit dem Gefühl, dass man mit Transparenz (Stichwort: einheitliche Bewertung und vor allem die konsequente Umsetzung dieser), mit gegenseitigem Respekt und vor allem mit den unterschiedlichen Kommunikationsmöglichkeiten durchaus Möglichkeiten hat, aufkommenden Frust schon im Vorfeld kanalisieren und entschärfen zu können. Trotz fehlender fassbarer Ergebnisse ein insgesamt gelungener Nachmittag. Spürbar ein Aufeinanderzugehen, Verständnis für den anderen, das Erkennen auch von Grenzen. So könnte Schule eben auch gelebt werden.
Am Tag der offenen Tür (27.02.2010) präsentierte die RHS wieder einmal alles, was sie zu bieten hat. Und das ist eben so viel, dass drei Stunden dafür nicht ausreichen. Da haben es doch diejenigen immer wieder gut, die sich ganz oben einquartieren, ehe sich ein Besucher hierher verirrt, ist der Tag der schon wieder vorbei. Insgesamt ein Erfolg, mehr Bewerber als Plätze, was will man mehr. So ein Run bringt jedoch auch Probleme mit sich, wohin mit den ganzen Schülern, das Schulgebäude platzt aus allen Nähten, aber dazu im April mehr.
März
Wir sind die Schweiz. Nun verbindet uns mit den Eidgenossen relativ wenig, zur Schul-Fussball-WM in Berlin-Blankenfelde durften wir jedoch einmal unsere Nachbarn sein. Nach nur 27 Spielminuten war aber in der Vorrunde schon Schluss: Einer 0:1-Niederlage gegen Spanien ließen die Metzger-Schützlinge ein 2:0 gegen Chile folgen, sodass im letzten Spiel des Tages ein Unentschieden gegen Honduras gereicht hätte. Leider unterlag man dem Mittelamerikavertreter mit 0:2, sodass das Achtelfinale auch in diesem Jahr ohne die Eidgenossen stattfinden wird.
Weitere Spitzenergebnisse: Die Squibs siegen beim Bandclash, die Homepage landet auf Platz 32 beim bundesweiten Schulhomepage-Award. Der März ist der Monat von "Jugend trainiert": Basketballer, Turner und Judokas schlagen sich wacker bei den SBA-Finals und räumen ab, was abzuräumen geht.
Ende des Monats besucht uns die "alte Dame" von Friedrich Dürrenmatt, die Theater-AG unter Leitung von Evelyn Kirsche beweist wieder einmal, dass auch großes Theater an der Schule gespielt wird.
Eine Allensbach-Studie zur Schulpolitik sieht Sachsen auf Platz 2 und die RHS bei Pro 7:Der Veröffentlichung der Allensbach-Studie widmete der Fernsehsender Pro 7 einen eigenen Nachrichtenbeitrag und wählte als Beispielschule die RHS aus. Gute Entscheidung, verschaffte diese doch Frau Müller-Brenner und der 8d (mathematisch- naturwissenschaftliches Profil) einen ersten Fernsehbeitrag zur besten Sendezeit.
April
Großer Besuch an der RHS: Günter Walraff kommt. Mitgebracht hatte er Ausschnitte seines aktuellen Films „Schwarz auf Weiß – Eine Reise durch Deutschland“ sowie Leseproben aus seinen vielfältigen literarischen Werken. IM "RHS-Blog" ist zu lesen: "Es ist alles nicht so einfach wie es scheint und "Andere" spielen in der Gesellschaft in einigen Teilen Deutschlands eben doch auch immer noch eine "andere" Rolle. Definitiv hat es wachgerüttelt. Ein Mann, der nicht wegschaut, sondern selbst erleben will, wovor viele die Augen verschließen."
Der April ist ein bildungspolitischer Monat, auch für die RHS. Der Wechsel aufs Gymnasium wird wieder schwieriger. Ab dem kommenden Schuljahr ist ein Notendurchschnitt von 2,0 erforderlich. Für die so genannte Bildungsempfehlung ist bisher ein Schnitt von 2,5 ausreichend. Eine Entscheidung, die für Diskussionen sorgt. Auch der MDR nahm sich diesem brisanten Thema an und stellte die Bildungsempfehlung auf den Prüfstand. Als gymnasiale Einrichtung besuchte der MDR dazu die RHS.
Eine Entscheidung, die auch für unsere Bildungseinrichtung Konsequenzen haben dürfte: Wie geht es weiter mit der RHS? Ausbau oder Neubau? Container oder Außenstelle? Zu diesem Thema hatte der Elternrat der RHS die entsprechenden Entscheidungsträger eingeladen: Dr. Bernd Klose, Oberbürgermeister der Stadt Markkleeberg, Christoph Bernhard, Referatsleiter der Sächsischen Bildungsagentur, Wolfgang Heinze, Amtsleiter Sozial- und Kulturamt der Stadt Markkleeberg sowie Ditmar Apel, Schulleiter der RHS, standen Rede und Antwort. Fazit des Abends - Markkleeberg hat einen Sonderstatus, im Vergleich zu anderen Kommunen wählen hier weitaus mehr Grundschüler und ihre Eltern (70 %) den Bildungsweg Gymnasium. Damit muss die Stadt und auch die RHS leben, vielleicht erwächst durch den Neubau der Mittelschule eine ähnliche Anziehungskraft wie an unserer Schule. Mag der Beschluss der Landesregierung, den Zugang zum Gymnasium zu erschweren (2,0 statt 2,5), seine beabsichtigte Wirkung nicht verfehlen. Also, erst einmal kein Baulärm in der Mehringstraße.
Essen mal anders: Die Abiturprüfung der 12er macht´s möglich und das Wetter spielte auch mit: Mittagessen im Freien. Da der Speisesaal auf Grund der Englischprüfung gesperrt war, ließ sich unsere Essensfirma einfach was einfallen: Bratwurst mit Nudelsalat (auf Wunsch sogar vegetarisch), gegessen wurde an und auf Bierzeltgarnituren an der frischen Luft.
Mai
Wir haben einen der besten Chöre Deutschlands! Nur denkbar knapp musste man sich beim Deutschen Chorwettbewerb in Dortmund dem Drittplazierten beugen. Dafür wurde aber auch tief in die Trickkiste gegriffen: Um nicht abgelenkt zu werden, durften sich unsere Choristen nicht die Darbietungen der Konkurrenten anschauen.
Juni
Klassenfahrtswoche - für Schüler ein Traum, für Lehrer ein Grauen. Für die sechsten Klassen wie auch für die Studienfahrten der 11er hieß das Erholung, garniert mit ein bisschen Bildung, statt Mathe, Deutsch oder Englisch. Wobei für die 11er etwas mehr auf dem Spiel steht, immerhin musste im Oktober eine wissenschaftliche Arbeit abgegeben werden. So stand München, London, Wien, Krakau und wie immer Boiensdorf nicht nur für Spaß, sondern auch für selbstorganisiertes Bearbeiten der Studienarbeitsthemen.
Für alle Hiergebliebenen bedeutete diese Woche wie jedes Jahr Improvisation. Kurze Stunden-, dafür lange Vertretungspläne, ständig wechselnde Lehrer, wenig Lust, sich darauf einzustellen, richtig Spaß machte das nicht. Wie eigentlich immer wähnt sich der Schüler schon in den Ferien.
Fussball-WM-Hype auch an der RHS. Hätten die Spielplaner mal eher nachgedacht, wäre das Spiel der Deutschen gegen Serbien nicht auf 13:30 gelegt worden. Da haben nämlich noch wenigstens 80 Prozent der RHS-Schüler Unterricht. Hätten die Spielplaner mal eher nachgedacht, hätten besorgte Eltern ruhiger schlafen können und sich nicht die ganze Nacht um die Ohren schlagen müssen, wie sie ihre fussballbesessenen Kinder am besten vom Unterricht freistellen lassen. Auf so eine Idee muss man erst mal kommen, einen Freistellungsauftrag zum Public Viewing zu stellen. Am besten schon nach der 5.Stunde, damit die Kids sich noch mit Popcorn, Cola und Vuvuzela eindecken können.
Sollten unsere derzeitgen Achtklässler irgendwann mal baden gehen, dann droht höchste Gefahr. Das Schwimmlager, für den Juni geplant, fiel ins Wasser, der Ersatztermin dem Sporttag und der Ersatzersatztermin dem schlechten Wetter und den Ängsten überbesorgter Eltern, ihre Kinder könnten sich was wegholen, zum Opfer. Ein Novum. Das Schwimmlagerwochen immer draußen stattfinden, scheint sich nicht so ganz herumgesprochen zu haben.
"Die Versuchskaninchen brechen aus" - kein aktueller Filmtitel mit PETA-Bezug, sondern das Motto unseres aktuellen Abiturjahrganges. Sie wurden aber auch gebeutelt: neue Lehrpläne, BLF, KLL und neues Oberstufensystem, alle Neuerungen des sächsischen Bildungssystems ereilten unsere 12er. Grund genug also, all die Lasten endlich abzustreifen und abzufeiern. Das machten die meisten zwar schon seit Wochen, nur ein paar Auserwählte müssen noch in die Nachprüfungen, aber ein richtiger Abigag muss schon sein.
Geschult an den Erfahrungen der letzten Jahrgänge hatte sich ein motiviertes Planungsteam gefunden, dass den "Versuchskaninchen" ein angemessenes Denkmal setzen wollte. Nun sind Ideen das eine, die Umsetzung das andere. Die Klassenzimmer in Möbellager umzufunktionieren, erschien zu reizvoll, der Sinn des Tischestapelns erschließt sich allerdings kaum jemanden. Konfetti, Wasserpistolen scheinen irgendwie zum Standard zu gehören, für die Spuren fühlten sich unsere Abiturienten aber auch verantwortlich, so verdunkelten die Zeitungen auch nur bis zur dritten Stunde die Fenster. Man sollte sich wie im Bunker fühlen, hmm, gegen dieses Geühl gibt es ja aber nun mal Fenster.
Originell dagegen die Absperrbänder vor der Schule. Nicht jede fahrende Mutti verstand am frühen Morgen die Idee der 12er, etwas System in das An- und Abfahren der zahlreichen kleinen Ein-Mann-Schulbusse zu bringen. Dass Schlimmeres verhindert wurde, lag wohl vor allem an der Sturheit der Abiturienten, auch wenn ihnen das bei ihrer zukünftigen Berufswahl wohl auf die Füße fallen könnte (O-Ton Schülermutter: "Wenn ihr euch bei mir bewerbt, lehne ich euch alle ab.").
Wer dann den eigentlichen Abigag am Mittag noch erleben konnte, war überrascht: Eine Bühne, ein DJ, ein Programm. Durchaus ansprechende Spielchen mit entsprechenden Ehrungen (zum Glück gibt´s die Burgerking-Kronen) und Strafen (angekettet an das Gittertor) mit überragenden Solo-Darbietungen (Frau Knobloch und Herr Schulze toppen doch jedes DSDS) gepaart mit einem angemessenen zeitlichen Rahmen ließen den Abigag 2010 so ausklingen, dass man ihn durchaus in Erinnerung behalten kann.
Das Ende eines Schuljahres bedeutet oft auch den Abschied von bekannten Gesichtern. Andreas Baage, Lehrer für Sport und Ethik, ging in den wohlverdienten Vorruhestand. Ebenso ihren letzten Schultag erlebten Corinna Schulz, Fachlehrerin für Deutsch und Musik (wechselt nach Grimma) sowie Roland Kramm, Fachleiter Musik, der für drei Jahre an die Botsschaftsschule nach Kairo geht.
Verabschiedet wurden auch unsere Referendare Frau Lorenz (De / Ge), Herr Morsch (De / Ge), Herr Dr. Käbisch-Lepetit (Reli) sowie Frau Neugebauer (GK).
Ferien.
August
Neues Schuljahr mit mal wirklich etwas Neuem: Blockunterricht. Unterrichtet wird nun fast ohne Pause, was ja durchaus im Sinne des Erfinders ist. Die Vorteile liegen auf der Hand: Stoffvermittlung findet nicht mehr zerstückelt statt, moderne Unterrichtsformen prägen den Unterrichtsverlauf. Und ganz nebenbei sollte die Schultasche etwas leichter werden. Wenn man so manch´ kleinen Zwerg durch das Schulhaus stampfen sieht, keine schlechte Idee.
Auf der Strecke bleiben allerdings Möglichkeiten der Kommunikation. Pausen, in denen man sich mit Freunden treffen, sich austauschen kann, sind Mangelware. Interaktionen zwischen Schüler und Lehrkörper kaum noch möglich. Man hetzt mehr aneinander vorbei.
Fairerweise muss man dem Blockmodell natürlich eine Chance geben, traditionell sollten 100 Tage reichen, um das neue System auf Herz und Nieren zu prüfen. Resümee am Ende des Jahres.
Lions-Quest, das Jugendförderprogramm für 10 bis 15-Jährige, durchlaufen alle Schüler der 5 bis 7.Klassen der RHS. Die Schülerinnen und Schüler sollen durch das Vermitteln von Lebenskompetenzen in der positiven Entwicklung ihrer Persönlichkeit unterstützt werden. Dieses Engagement kann die RHS nun auch nach außen darstellen. Für besonders erfolgreiche Umsetzung des Unterrichtsprogramms Lions-Quest "Erwachsen werden" erhielt die Schule am 06.09.2010 zum wiederholten Male das Lions-Quest-Qualitätssiegel.
Das Siegel ist eine Auszeichnung für Schulen, die erfolgreich mit dem Lebenskompetenzprogramm Lions-Quest "Erwachsen werden" arbeiten. Es gilt für drei Jahre und wird vom Hilfswerk der Deutschen Lions (HDL) verliehen.
Wenn auch etwas zeitig, so war es ein großer Erfolg: das Hildebrandfest 2010. Das Wetter spielte mit und wischte damit alle Bedenken, die es im Voraus gab, vom Tisch. Organisiert vom Förderverein der Freunde der RHS, den Lehrern und Schülern sowie dem Elternrat der Schule präsentierte man den zahlreichen Besuchern ein abwechslungsreiches Programm.
Mit nur einer Woche nach den Ferien blieb nicht viel Vorbereitungszeit, sodass bis zur letzten Minute am Ablauf gearbeitet wurde. Als aber gegen Mittag die Bühne stand, die Technik funktionierte, die ersten Kuchen und Salate eintrafen und sich schließlich auch die ersten Besucher blicken ließen, konnten die Organisatoren das erste Mal durchatmen.
Und nach der Begrüßung durch den Schulleiter Herrn Apel folgte ein Höhepunkt auf den anderen. Cellisten, das Akkordeon-Orchester der Musikschule Fröhlich, mittelalterliche Musik, Anika Lootze und ihre Gitarre, The Squibs und abschließend Rock Art begeisterten auf und vor der Bühne. Die "Fliegenden Säcke" zeigten, dass sie alles andere als "Säcke" sind. Das Bierkistenklettern verlangte allen Mut und wem es noch immer nicht sportlich genug war, konnte am Cospudener See eine Runde in den Schul-Kanus drehen oder in der Sporthalle die Lehrer am Volleyballnetz herausfordern. Auch an die Kleineren wurde gedacht, das Holzspielmobil der Kindervereinigung Leipzig bot genügend kreatives Spielmaterial. Auf dem Flohmarkt konnte man in Büchern stöbern, aber auch Skier erwerben. Und wer schon ewig eine Jacke, eine Uhr, Schmuck oder anderes Wertvolles vermisste, hatte beim Verkauf der Fundsachen eine reele Chance.
Für das leibliche Wohl sorgten die Schüler der 6. und 8.Klassen, die eine Unmenge an Kuchen und Salaten produziert hatten, die die 7. und 9.Klassen an den Mann brachten. Höhepunkt wie jedes Jahr natürlich das Schülercafe unter der Regie der 10.Klassen und Frau Pfefferkorn, die mit drei Stunden Kaffeehausmusik für die entsprechende Atmosphäre sorgte.
September
Unsere Schülersprecher formieren sich neu und bringen neuen Wind an die Schule. Regelmäßige Treffs und Workshops sollen auch den Kleineren ihre Rechte, aber auch Pflichten in Bezug auf ihr neues Amt vermitteln. Für unsere sehr selbstbewussten Fünft- und Sechsklässler dürfte das allerdings kein Problem darstellen.
Die Homepage freut sich: Wir sind Millionär. Irgendwann in den Mittagsstunden des 01.09.2010 hatten wir den 1 Millionsten Besucher. Macht in inzwischen mehr als viereinhalb Jahren 17 857 Klicks, pro Tag ungefähr 595. Aber das ist schon hohe Mathematik, die den gemeinen Achtklässler wahrscheinlich schon überfordert. Also, einfach mal genießen ...
Oktober
Muss auf Grund der Oktoberferien wohl ausgefallen sein, zumindest passierte nichts Außergewöhnliches.
November
Hilde sinniert: Die Wurstpiraten kommen. Da machen sich die Eltern einen Kopf darum, wie sich ihre Kinder am besten in der Schule ernähren können, krempeln mit Sodexo den Speiseplan um, bekämpfen den Süßwarenautomaten und dann kommt dieser Wurstpirat samt Notstromaggregat und durchkreuzt alle gesunden Ernährungsstrategien.
Nun gut, gegen die Straße kann man wenig machen, bliebe nur, den Würstchenverkäufer zu boykottieren, was auf Grund der Hausordnung nicht allzu schwer sein dürfte.
Allerdings wäre es mal höchste Zeit, generell über die Nahrungsaufnahmegewohnheiten unserer Schüler nachzudenken. Wasserflaschen im Unterricht okay, kann man sich dran gewöhnen, wissenschaftliche Untersuchungen belegen die mangelnde Flüssigkeitsversorgung, es gibt sogar eine Homepage "Trinken im Unterricht", Betreiber der Seite ist der Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V. (VDM). Relativiert das Ganze vielleicht etwas.
Apropos Hausordnung: Da ist sich die Schulleitung etwas uneinig. In einer Präzisierung wird festgelegt, dass die Schüler der Klassenstufe 5 in der 2.Mittagspause und die Schüler der Klassenstufe 6 in der 1.Mittagspause eine Hofpause durchzuführen haben. Dem folgt aber nur kurze Zeit später eine Festlegung, dass unsere manchmal hyperaktiven Fünft- und Sechsklässler ihre Gemüter nicht mehr auf der Hofpause kühlen dürfen. Schnee und Hofpause gehen irgendwie nicht zusammen. Für die aufsichtsführenden Lehrer bedeutet das mehr Stress als Erleichterung.
Dezember
Der letzte Monat des Jahres ist wahrscheinlich der stressigste überhaupt. Vor allem für unsere Choristen, denen zahlreiche Weihnachtskonzerte bevorstehen und das in diesem Jahr unter neuer Leitung. Man war gespannt, was der neue Chorleiter Sven Kühnast präsentieren würde. Und man wurde nicht enttäuscht. "Das Weihnachtskonzert der RHS 2010 war ein absolut gelungener Abend in allen Bereichen! Und nicht nur das. Es war kein gewöhnliches Konzert mit Liedern, die sich in lockerer Reihenfolge aneinanderreihen. Das diesjährige Konzert war ein außergewöhnliches Gesamtkunstwerk, genauestens durchkonzipiert und vollendet dargeboten. Glückwunsch und Dank an den Musikbereich.", so fasst eine Besucherin das Konzert in der Paul-Gerhard-Kirche zusammen. Dem gibt es nichts hinzuzufügen.
Und die Choristen hatten noch mehr Höhepunkte, so unter anderem anlässlich der José-Carreras-Gala in Leipzig. Großer Auftritt für unsere kleinen Choristen: Anlässlich der José-Carreras-Gala am 16.12.2010 standen die Schüler der 5a und 6e gemeinsam mit Unheilig auf der Bühne. Mit dem "Grafen" zusammen präsentierten sie "Geboren um zu leben".
Auch in diesem Jahr sammelten wir wieder für die Kinder unser Partnerstadt in Zarnesti: 113 Päckchen und 201,50 € an Spenden konnten an die Organisatoren der Stadt Markkleeberg übergeben werden. Damit wurde das Vorjahresergebnis übertroffen.
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