Allerorts und überall ist es Tradition, so kurz vor dem Jahreswechsel zurückzuschauen, das Jahr Revue passieren zu lassen. Das wollen wir auch tun und verweisen noch einmal auf unsere Highlights. Dies kann natürlich nicht vollständig sein, soll es auch nicht. Und ganz ernst darf man das natürlich auch auch nicht immer sehen:

Januar

Winterlager - Alljährlich stürzen sich Hunderte von skibegeisterten Schülern und solchen, die es glauben zu sein, in den Schnee. Die diesem Aggregatzustand entsprechende Jahreszeit war schon gut gewählt, man rechnet im Januar schon mit Weißem: Eibenstock, Klingenthal, Oberwiesenthal - alles mondäne Wintersportorte, nur nicht in diesem Jahr. Man wusste sich zu helfen, Minigolf und Schwimmen gelten ab sofort als neue Wintersportdisziplinen. Die Unfallstatistik hielt sich dadurch im Rahmen, einzig und allein das Kleinwalsertal fiel mit einem gebrochenen Arm aus dem Rahmen. Aber dort hatte man wenigstens Schnee. Also dafür musste man in diesem Jahr schon einmal Opfer bringen.
Mein bester Lehrer - eine Umfrage, die keinen so richtig zu interessieren schien, zumindest ist kein Lehrer unserer Schule bester Lehrer geworden. Das lässt logischerweise nur einen Schluss zu: Wir haben nur beste Lehrer!

Februar

Markkleeberg goes to Houston - drei Wochen Texas, für 11 Schüler und 2 Lehrer ging dieser Traum in Erfüllung. Wer die 21 aufregenden Tage noch einmal nachlesen möchte, kann dies im Reisetagebuch gern tun - das lohnt sich wirklich (etwas Werbung ist ja durchaus legitim).

März

Tag der offenen Tür - Immer ein Heiden Arbeit, der sich aber durchaus lohnt. Mit vielfältigen Angeboten und einem umfassenden Informationsteil lockt man die Schüler von morgen und deren Eltern in unsere Schule. Dass die RHS keinen Nachwuchsmangel an Schülern hat, liegt mit Sicherheit auch an diesem Tag. Und natürlich vor allem an der baulichen Substanz unserer Schule, die auch an diesem Tag immer wieder mit dem Satz "Da möchte man gern noch einmal Schüler sein!" gelobt wurde. Angesichts vergleichender Blicke ins benachbarte L. sicherlich verständlich.
Tatort RHS - die 10f kann ein Lied davon singen. Am 09.03. wurden sie zu Statisten der erfolgreichen ARD-Serie deklariert und durften ihre Künste im Weitsprung präsentieren. Dass dabei allen (gelungenen und weniger gelungenen) Versuchen Applaus gezollt wurde, ist zwar auch für unsere Schule untypisch, wenn´s aber hilft, das PISA-geschädigten Image etwas aufzupolieren - bitteschön. Aber sah schon etwas komisch aus. Dagegen brillierten die Damen und Herren in der für unsere Sportlehrer doch so "typischen" Szene: Sportlehrerin küsst Kommissar Kain auf der Mehringstraße. Dass auch noch ein Schüler einen Liebesbrief überreichen durfte, sprengte die Vorstellungskraft dann aber vollends. Wenn das mal keine Schule macht ... Bilder gibt´s hier.

April

Manchmal sind unsere Schüler nicht ausgelastet. Zu diesem Schluss kann man nur kommen, wenn man sich die Ausschreibung zu folgendem Wettbewerb anschaut: Fertige eine tragfähige Brücke aus 100 g Papier, die mindestens 4 cm breit und 50 cm lang sein sollte. Gewonnen hat diesen Wettbewerb in Dresden mit Sebastian Sonneberger auch noch ein Schüler unserer Schule. 41,7 kg hielt seine Brücke stand. Wie gesagt, unsere Schüler sind nicht ausgelastet.
Jugendliche, die freiwillig am Wochenende in die Schule gehen und dann auch noch, um zu lesen? Mag etwas ungewöhnlich klingen, an der RHS wird das aber im April zur Normalität. "Battle of the books" heißt der Köder, amerikanische Bestseller in Originalsprache werden fast rund um die Uhr gelesen. Allein das Lesen reicht nicht aus, ob die Werke verstanden und verinnerlicht wurden, darüber entscheiden die Fragen einer fachkundigen Jury. Am Ausgeschlafensten präsentierten sich unter den acht Teilnehmern aus sechs Bundesländern die Bücherwürmer aus Vacha.

Mai

Der Monat Mai dürfte unter den Abiturienten nicht der mit dem größten Beliebtheitsgrad sein. Die Abiturprüfungen fordern alles. Berge von Essbaren, eine Unzahl an Glücksbringern, dazu motivierende Lehrer ("Also ich habe die Aufgaben auch nicht lösen können!") begleiteten unsere 12er in die Höhle des Löwens: die Aula. Wenn sie damals schon geahnt hätten, was am Ende herauskommt: 98,4% Bestehensquote, 2,2 als Gesamtdurchschnitt, 26 Abiturienten besser als 1,5 - Hut ab!
Sportlich gesehen hält der Mai mit dem Schulsportfest das alljährliche Highlight bereit. Im gerade neu eingeweihten Kanupark konnte man trainieren, nicht zu kentern (was natürlich trotzdem geschah), am Cospudener See starteten die Kombiläufer und auf dem Sportgelände der RHS sah man die Kleinsten bei den klassischen Sportarten: Weit, Ball und Sprint.
Die RHS-eigenen Kanus stachen im Mai ebenfalls allwöchentlich in See. Nicht ganz ohne Verluste, dank den Tauchern am Cosi ist die Flotte aber inzwischen wieder komplett.

Juni

Im Juni wird verreist. Studienfahrten für die 11er und Klassenfahrten für den Rest der Schüler verschaffen eine Woche unterrichtsfreie Zeit.
Die Galerieeperten eröffneten ihre erste eigene Ausstellung und der gleichstimmige Chor der RHS aus Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Klasse belegte den 1.Platz beim Chorwettbewerb in Erwitte.

Juli

Über 200 Schüler beteiligten sich am erstmals ausgetragenen Hildebrandwettbewerb und machten nicht nur durch Masse, sondern auch durch Klasse der prominent besetzten Jury die Urteilsfindung schwer.
Die A-Capella-Gruppe "Chickpeas" machte am Ende das Rennen und gewann den 1.Preis, der mit einer Aufnahme in einem Tonstudio verbunden ist. Auf Platz 2 setzte die Jury das Stück "Das Jubiläum", inszeniert und gespielt von der Theatergruppe "podium RHS". Die Schüler konnten sich über 500 € für eine gemeinsame Fahrt freuen, Ziel wird wohl Hamburg sein. Den 3.Platz ersang sich Felix Geidel, der mit seinen "Szenen einer Beziehung" sowohl die Jury als auch das Publikum überzeugen konnte.
Der letzte Schultag war in diesem Jahr ein ganz besonderer: Frau Harenz, Frau Rothe und Frau Feldrappe gehen nicht allein in den wohlverdienten Ruhestand, sondern nehmen ihren Chef gleich mit: Nach 17 Jahren Schulleitertätigkeit verlässt Peter Neumann die RHS und übergibt das Zepter an Ditmar Apel.
In der ersten Ferienwoche macht die internationale Sachsentour Station in Markkleeberg. Die 2.Etappe führt von Markkleeberg nach Auerbach und startet natürlich an der RHS.

September

Ein Jahr mussten die Bewohner des Internats der RHS mit ihrem Provisorium auskommen: Neben der Sporthalle in einem Containerbau lebten die Internatler nicht unbedingt in idealen Verhältnissen. Aber das Entbehren hat sich gelohnt, Mitte September konnte man das neugestaltete Internat im ehemaligen Musikhaus übernehmen.

Oktober

Die teuerste "Gaffegane" der Stadt steht nun in Markkleeberg: Luisa Harnisch gewinnt den Lene-Voigt-Wettbewerb 2007. Die 18jährige servierte das "Intermezzo" und "Dr Bostillion" mit jener Souveränität, die sich die meisten Männer an diesem Abend so sehr gewünscht hätten. Ganz so, als bräuchte man sich nur die Texte der Voigten zu schnappen, sie kühn vortragen und dabei nur so selbstsicher dreinschauen, als ginge es nicht um die teuerste Kanne der Stadt.
Es ist die Zeit der Medien. Im Oktober besucht der MDR die RHS und berichtet über das Ganztagschulprojekt, im November interessieren sich sogar die privaten Fernsehsender für unsere Schule, N24 kündigt sich an, SAT1 dreht und PRO7 strahlt den Beitrag aus - soviel Aufmerksamkeit für unsere Schule ...

November

Die RHS hat ein eigenes Modelabel: Hildebrandy.
Crazy, Ellenbo, Doop, Mekka oder Mehr ZDS heißen die neuen Mode-Highlights aus dem derzeit angesagten Markkleeberger Kreativcenter, der Grafik-Design-AG an der Rudolf-Hildebrand-Schule (RHS). Und wie es in der internationalen Modewelt üblich ist, werden kurz vor Weihnachten die neuesten Kreationen für die übernächste Saison vorgestellt.

Dezember

Die RHS-Jahrbücher sind da, über 200 Seiten RHS satt: Schulleben, Klassenbilder, Theaterveranstaltungen, Musik, Sprachen und Sport - alle Ereignisse des letzten Schuljahres noch einmal zum Nachlesen.

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