Wieder ein Jahr vorbei, und was für eins: Schweinegrippe, Abwrackprämie, Konjunkturpaket II - außerdem 60 Jahre Grundgesetz, der VfL Wolfsburg wird deutscher Fussballmeister. Michael Jackson verlässt diese Welt, Usain Bolt läuft in Berlin mal locker 9,58 s über die 100 m. Gewählt wird auch - und das nicht wenig, vom Superwahljahr ist die Rede, nunja, der Wähler ist das Ganze eher ruhig angegangen. Literaturnobelpreis für Herta Müller, den für Frieden bekommt Obama. Opel geht es schlecht, Karstadt auch, nebenbei noch 20 Jahre Mauerfall, Klimagipfel in Kopenhagen. Damit das Jahr wenigstens ein versöhnliches Ende findet, verkündet Schumi sein Comeback. Darauf hat Deutschland gewartet.
Was passierte eigentlich bei uns?
Januar
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Das Jahr beginnt der Jahreszeit entsprechend standesgemäß: Wir haben Winter. Wer es durch die chaotischen Straßenverhältnisse geschafft hat, hat wenigstens einmal freie Parkplatzwahl. Den Rest erledigen die Eltern. Gesichtet werden auch Schüler, die mit Langläufern in ihr zweites Zuhause kommen. Schneeballschlachten auf dem Schulhof, zwar laut Hausordnung verboten, aber doch geduldet. Was will man mehr? Hier noch einmal die Winterimpressionen. |
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Winter und Kanu - geht nicht? Geht doch, und die neue Sportart Winterkanu ist geboren. Zugegeben, die Sportgeräte werden etwas anders gebraucht, jahreszeitentypisch eben. |
Wozu eigentlich ins Winterlager fahren, Schnee gibt´s ja eigentlich auch in 120m Höhe - auf dem Eulenberg-Plateau. Bloß keine Lifte, deshalb fahren die 7.Klassen auch nach Ladurns (Italien). Die langlaufende Gilde zieht heimische Gefilde vor und erobert die Waldautobahn im erzgebirgisch-vogtländischen Grenzgebiet. Auch die 9.Klassen sind unterwegs und kreuzen gelegentlich in Carlsfeld und Eibenstock auf. |
Februar
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Winterferien, in dieser Zeit ist in der Schule nie viel los. Und ansonsten wird im Februar gestreikt. Die Forderungen der Lehrer werden an der RHS auch vom Schülerrat unterstützt. Außer ihnen sind am 27.02. keine weiteren Schüler zu sehen, aber das ARD-Morgenmagazin berichtet exklusiv aus M´berg. |
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Etwas gearbeitet wird doch noch im Februar. Der Tag der offenen Tür lädt alle neugierigen Schüler und Eltern ein, an diesem Tag die Schule besser kennenzulernen. Der Effekt ist überwältigend, wenige Tage später sind die neuen 5.Klassen "ausgebucht", effizienter kann man in einem Monat nicht arbeiten. |
März
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Der Monat beginnt für vier Schüler der 11.Klasse mit einer Reise nach Paris. Ideen zum Kimawandel lohnen sich eben doch. |
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Die Homepage macht Pause, das nicht unbedingt freiwillig. Da die Favoritenseite "Vertretungsplan" weiterfunzt, bleibt das Abschalten etwas nebulös, manch einer bekommt das gar nicht mit. Nach drei Tagen ist der Spuk vorbei, das Web lebt ja nun mal vom online sein. |
April
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Überraschendes in den Tagen vor Ostern: 12er im Schlafoutfit am Montag, "bad taste"-Montur am Dienstag und feierliche Kleidung am Mittwoch - Kreativität pur kurz vor dem Abitur. Gutes Omen für die Wochen nach dem Abitur (wieso, da muss man etwas weiterlesen). |
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Stadtmarathon - die RHS läuft. Und das nicht mal schlecht. Dem olympischen Gedanken folgend laufen nicht unbedingt nur die besten und vor allem älteren Schüler, sondern das Marathongefühl sollen alle haben können. Am Ende steht die RHS-Staffel sogar auf dem Treppchen. |
Mai
Da war er´s noch - Außenminister. Frank-Walter Steinmeier richtet einen Brief an die Schüler des 12er Religionskurses. Diese hatten sich in einem Brief und mit mehreren Schülerarbeiten an den Bundesaußenminister gewandt, um ihre Sorge über den Zustand im Nahen Osten auszudrücken. Zum Projekt und dem Antwortschreiben. |
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Ansonsten Stress für die Abiturienten: Das Abitur ist zu bewältigen, die Abiturnote am Ende: 2,3. Zwei Schülerinnen erreichen den Traumdurchschnitt von 1,0. |
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Wir haben einen Bundessieger! Maximilian Stumvoll (Klasse 8f) wird für seine herausragenden Leistungen beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen mit dem 1.Preis im Sächsischen Landtag in Dresden ausgezeichnet. |
Juni
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Das Ganztagsangebot für das neue Schuljahr ist gesichert. Für diese gute Nachricht machte sich die Direktorin der Sächsischen Bildungsagentur sogar persönlich auf den Weg nach Markkleeberg, um zusammen mit dem Verantwortlichen für GTA bei der SBA- Regionalstelle Leipzig, Christoph Bernhard, Schulleiter Ditmar Apel den Fördermittelbescheid zu überreichen. Das lange Kämpfen hat sich gelohnt. |
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Den Rest des Junis verbringen Schüler und Lehrer in diversen Schwimmlagern, Exkursionen und natürlich den Klassen- und Studienfahrten. Zumindest die London-Fahrt ist den Mitfahrenden ein Bericht wert. |
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Da spinnt sich die Märzgeschichte von den kreativen 12ern weiter. Aber wie jedes Jahr erst einmal: Vorsicht vor dem Abigag: Nach den Wasserschlachten der letzten Jahre musste man gewarnt sein. Aber nicht 2009 - alles lief harmonischer ab als befürchtet. Abiturienten und auch einige Lehrer hatten sichtlich Spaß. |
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Zeugnisübergabe an die 12er und Abiball - die Highlights des Jahres. In stilvollem Ambiente beendet der Jahrgang 2009 seine Schulzeit und lässt es noch einmal so richtig krachen. Wenigstens da. |
August
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Irgendwie haben wir ihn ja schon immer gespürt, den Geist der RHS. Dass er sich nun aber regelmäßig zu Wort meldet, überrascht. Und irritiert gleichzeitig - Hilde wurde auch schon auf anderen Bühnen gesichtet. Lassen wir es dabei, schön, dass die Hilde sich mal meldet und ihren Senf zur Lage der Nation gibt. |
September
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Wir starten sportlich ins neue Schuljahr: Beim Mitgas-Schülerrafting stoßen unsere Schüler auf ganz neue Hindernisse. Zwei RHS-Boote hatten es bis ins Finale geschafft, waren dann aber auf dem anspruchsvollen Parcour des Markkleeberger Kanuparks etwas zu langsam für den Gesamtsieg unterwegs. Macht nichts, da muss man erst einmal runter kommen! |
Oktober
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Wir machen Geschichte, nicht ganz, aber zumindest reden wir darüber. 20 Jahre Mauerfall sind ein willkommener Anlass dafür, Zeitzeugen und solche, die es einmal werden wollen, in unserer Schule miteinander diskutieren zu lassen. Nicht immer ganz einfach, für beide Seiten, dennoch lehrreich. |
November
Jaja, die Telekom. Unser margentafarbenes Telekommunikationsunternehmen hatte sich zum Mauerfall etwas ganz Besonderes einfallen lassen. 1 000 Menschen treffen sich am 08.11. ganz zufällig auf dem Leipziger Hauptbahnhof und singen Schillers "Ode an die Freude", welche auch als Einheitshymne gilt. Den Bahnhof als Konzertgebäude zu nutzen, hat schon was, allerdings als Flashmob-Aktivität kann das Ganze nicht durchgehen - diese Bewegung hat 2009 mit diversen Kissenschlachten und McDonalds-Leerkäufen ganz andere Highlights aufzuweisen. Also muss etwas anderes ziehen: Just at the moment, nach den ersten Takten kommt Britain´s Got Talent Paul Potts auf die Stufen und trällert etwas verkrampft mit. Den Rest erledigen die 999 anderen Choristen, mittendrin unsere Schüler. |
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Es hätte eine schöne Tradition werden können: Der Schulleiter stellt sich den Fragen seiner Schüler. Dumm nur, wenn die keine haben. Das Treffen war jedenfalls nach drei Minuten gegenseitigen Anschweigens vorbei. |
Im November wird traditionsgemäß gesammelt: Weihnachtsgeschenke für bedürftige Kinder unserer rumänischen Partnerstadt. Mit Unmengen an Päckchen (97 allein an unserer Schule gesammelt, dazu noch 289 €) machen sich zwei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr auf den weiten Weg, um den Kindern in Zarnesti ein fröhliches Weihnachtsfest zu bescheren.
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Dezember
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Weltaidstag - gut organisiert vom Schulclubteam und den Sozialarbeitern, falsch interpretiert von den Schülern. Wohl wissend, wohl schon alles zu wissen, glänzen sie durch Desinteresse und Abwesenheit. Wie bemerkt der "Querdenker" einige Tage später treffend: Es wurden auffällig wenig Lehrkörper gesichtet. Was uns zeigt, dass die ihre Lektion bereits gelernt haben. |
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Wir sind die Schweiz - was wie ein Witz klingt, wird im kommenden Jahr Realität. Wir vertreten die Eidgenossen bei der Schul-Fussball-WM 2010 im brandenburgischen Blankenfelde-Mahlow. Unser Trainer heißt dann nicht Otmar Hitzfeld, sondern Frank Metzger, immerhin hat der aber auch Ahnung davon, wie das Runde in das Eckige ... Ob die Jungs das allerdings schon so verinnerlicht haben, die ersten Trainingseindrücke verraten da noch nicht allzu viel. |
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