Am Donnerstag, dem 30.09.2010 begannen für 20 Schülerinnen und Schüler des Lateinkurses und drei glückliche, französisch lernende Mitfahrer der Klassenstufe 12 vorzeitig die Herbstferien.
In Begleitung von Lateinlehrerin Frau Schreiber und Schulleiter Herrn Apel verließen wir bereits früh um vier Uhr Markkleeberg und fuhren mit dem Bus nach Berlin. Von dort aus ging es dann mit dem Flugzeug weiter ins sommerlich-warme Rom, wo wir gegen Mittag landeten.

Nach erfolglosem einstündigen Warten auf einen unserer Koffer machte sich unsere Gruppe auf den Weg zum Hotel. Später stellte sich heraus, dass eine Nonne diesen versehentlich mit dem ihrigen verwechselt hatte. Am Nachmittag folgte dann ein erster längerer Spaziergang durch die Hauptstadt Italiens (der im Übrigen nicht der letzte bleiben sollte), bei dem wir uns einen Eindruck von der Größe, Bedeutung und Vielzahl der Sehenswürdigkeiten machten. Dieser führte uns unter anderem am Forum Romanum, dem Pantheon, dem Castel Sant’Angelo, einer Portion Pasta oder Pizza und auch am Vatikan vorbei, in dessen Nähe der vermisste Koffer auf seinen freudigen Besitzer wartete. Den Höhepunkt des langen, aber erlebnisreichen ersten Tages bildete am Abend der Zwischenstopp am hell erleuchteten Trevi-Brunnen.

Am nächsten Tag begannen Ausflüge zu besonderen Sehenswürdigkeiten, welche jeweils von einem Schüler bzw. einer Schülerin in einem zuvor ausgearbeiteten Kurzvortrag vorgestellt wurden. Als Erstes stand nach dem Frühstück der Besuch eines der bekanntesten Bauwerke Roms, des monumentalen und etwa 2000 Jahren alten Kolosseums, auf dem Programm. Bei frühlingshaften 20 Grad und strahlend blauem Himmel ein wahrhaft eindrucksvolles Erlebnis! Nach einem Vortrag auf den Rängen des Amphitheaters blieb noch etwas Zeit, diese architektonische Meisterleistung auf sich wirken zu lassen. Etwas später machten wir uns, mit kurzem Zwischenstopp auf dem Palatin, auf den Weg zum politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum des antiken Roms, dem Forum Romanum. Am Nachmittag führte uns Frau Schreiber zum berühmten Circus Maximus, von dem heute nur noch eine Wiese übrig ist, die erahnen lässt, welch gigantische Ausmaße dieser zur damaligen Zeit besaß. Am Abend lernten wir auf Wunsch vieler Schüler die U-Bahn Roms kennen und fuhren zu einer weiteren weltbekannten Sehenswürdigkeit, zur Spanischen Treppe, von der aus jeder den Tag individuell ausklingen ließ.

Am Sonnabend erkundete unsere Gruppe die ehemalige römische Hafenstadt Ostia Antica. Unzählige Ruinen erinnerten dort an die Modernität zur römischen Zeit. Beispielsweise waren Häuser so gut erhalten, dass sich noch die Bäder mit Fußbodenheizungen und Mosaikfliesen erkennen ließen.

Am vierten Exkursionstag standen Ziele wie die gigantischen Thermen oder auch die Via Appia im Blickpunkt. Diese war damals die wichtigste Konsularstraße im Römischen Reich und führt heute über 540 Kilometer von Rom bis fast an die Südspitze Italiens. Tags darauf folgte unter anderem die Besichtigung des Stadtteiles Trastevere, der trotz seiner beeindruckenden Bauwerke leider auch unerwartete Berge an Müll offenbarte. Insgesamt konnte das pittoreske Stadtbild hierdurch jedoch nicht beeinträchtigt werden.
Mit dem Besuch des weltberühmten Petersplatzes und Petersdomes im Herzen Roms und der anschließenden Privataudienz beim Papst endete unser - für viele zu kurze - Aufenthalt in Rom. Der abendliche Heimflug markierte das Ende eines erlebnisreichen, spannenden und anstrengenden Kurztrips in die an Charme kaum zu überbietende Weltstadt.

Ein großes Dankeschön geht im Namen aller Mitreisenden an Frau Schreiber, die die Romreise geplant und somit ermöglicht hat, sowie an Herrn Apel, der uns immer bei Laune hielt und ohne den die Fahrt nur halb so viel Spaß gemacht hätte ;). Wir hoffen, auch zukünftige Schülergenerationen erhalten die Möglichkeit, an dieser Fahrt teilzunehmen. Es lohnt sich allemal!

Franz Haselhoff, Robert Klonner