Kleinwalsertal 2007
Unser Winterlager oder - wie es Lehrer und Schüler gemeinsam hoch hinauf schafften
Warum sollen Leipziger Schüler nicht auch Ski fahren lernen? Auch in diesem Jahr hatten einige Schüler der 10. Klassen der Rudolf-Hildebrand-Schule wieder die Möglichkeit, im Rahmen des Sportunterrichts nach Österreich ins Kleinwalsertal zu fahren. Um es gleich voran zu stellen – ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren, die begleitenden Sportlehrer und die netten Herbergseltern!
So konnte man am 8.1.2007 um 4:30 Uhr knapp 50 Schüler, völlig ungewöhnlich für diese Uhrzeit, recht fröhlich in den Bus steigen sehen. Das frühe Aufstehen war jedoch nicht so schlimm, denn wir holten den fehlenden Schlaf auf der acht Stunden langen Fahrt ausführlich nach. Das erwies sich dann auch als nötig, da es kurz nach unserem Einzug in die Herberge in Hirschegg auch schon auf die Piste am Hausberg ging. Großes Aufatmen nach dem Regen hier, auf 1500 bis 2000 m Höhe herrschten herrlicher Schnee und Sonnenschein. Jeder konnte, oft nach jahrelangen Pausen, erste Fahrversuche starten, während die Lehrer die Gruppen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis einteilen. Dadurch gab es an den nächsten Tagen ein angenehmes Fahrklima, sowohl für die Skihasen, als auch die Pistenkünstler. Wir fuhren, wenn man hier aus dem Fenster schaut, fast nicht vorstellbar, fast jeden Tag viele Stunden unermüdlich und mit viel Spaß, Schuss auch über die Piste hinaus (nicht nur unten)- und am Ende lernten auch die Neulinge Kurven „carven“ und ohne „zwei Backen“ bremsen. Mit allen möglichen Arten von Liften erklommen wir (mehr oder minder „unfallfrei“) den Ifen und die Kanzelwand, konnten uns so richtig austoben und austesten, bis wir spätnachmittags völlig kaputt und hungrig in die Herberge zurückkehrten. Nach dem alltäglichen Kampf um die Duschen gab es dann jeden Abend ein 3-Gänge-Menü. Unsere Herbergsmutter gab sich alle Mühe, uns gut zu versorgen, und es schmeckte mindestens so gut wie zu Hause (sorry, ihr Muttis!). Entgegen allen Klassenfahrten, fielen wir dann auch zur vorgeschriebenen Zeit ins Bett- und schliefen sofort.
Ein Wermutstropfen war am Dienstag das Wetter, das uns einen Tag Skifahren durch heftigen Regen stahl. Doch davon ließen wir uns nicht den Tag verderben. Im nahe gelegenen Ort Oberstdorf und verbrachten einen schönen Nachmittag mit Schlittschuh fahren, Bummeln und Riesen-Strudel in der Konditorei genießen.
Resume – es war die beste Schulwoche des Jahres! Und der ziemlich hohe Preis wurde denen, die sich sonst die Fahrt nicht hätten leisten können, durch die Schule gestützt. Danke. So konnten wir die Tage absolut genießen und kamen am 12.1.07 gegen 19.00 Uhr geschafft und glücklich wieder in Markkleeberg an. Einen Gipsarm haben wir mitgebracht, leider, aber mittlerweile ist der Besitzer auch wieder fröhlich.
Schade, dass es in der 11. Klasse nicht wieder eine so schöne Jahresanfangs- Woche gibt!
Laura Huthmann, 10 f






