Erinnern und Erinnerungen sammeln
Erinnern und Erinnerungen sammeln – französische Austauschpartner vom21.-29.01.2010 zu Gast in Markkleeberg
Beim Erscheinen der Scheinwerfer des Reisebusses aus dem französischen Morestel am 21. Februar dieses Jahres konnte wohl keinem bewusst sein, welche Form die Erinnerungen der folgenden Woche haben würden. 25 Austauschschüler sowie drei begleitende Lehrer hatten sich auf den Weg gemacht, in Markkleeberg zu Gast zu sein und sieben Tage bei SchülerInnen der 9.-11. Klassen der Rudolf-Hildebrand-Schule und deren Familien Erfahrungen zu sammeln, die so nur ein Austausch mit sich bringen kann.
Nach einem ersten persönlichen Kennenlernen, dem ein wechselseitiger E-Mail-Kontakt vorausgegangen war, begann am Freitag nach der für die französischen Teilnehmer ersten Nacht in fremden Betten die Umsetzung des unter dem Thema „Sich erinnern – wie, weshalb und warum?“ stehenden, vielfältigen Programms. Neben diversen Museumsbesuchen, die auf unterschiedliche Weise geschichtliche Fakten und damit verbundene Einzelschicksale, meist zum Thema der innerdeutschen Teilung, zu vermitteln versuchten, standen nicht nur der gemeinsame Besuch von Unterrichtsstunden, sondern ebenso die gemeinsame Freizeitgestaltung sowie die Teilhabe am täglichen familiären Zusammenleben im Mittelpunkt der Austauschaktivitäten. So führten beispielsweise Ausflüge nach Leipzig, Berlin und nicht zuletzt Markkleeberg und vermittelten mit persönlichen Erlebnissen ein eigenes Bild der jeweiligen Städte.
So stellten auch die Rücklichter, die am 29. Januar von dem Gelände der Rudolf-Hildebrand-Schule rollten, einen gedanklichen Aufhängepunkt im Sinne des Austauschthemas dar. Bereits im April werden 20 Schülerinnen und Schüler so wie die begleitenden Lehrer die Möglichkeit haben, eine Woche in Morestel zu Gast zu sein – gewiss, sich an die verbrachten Februartage erinnernd, und neue Erfahrungen sammelnd.
Julian Vulturius, Klasse 10c