Das Kachelmann-Wetter bei T-Online in Houston (TX)

Das aktuelle Wetter in Houston (TX)

22.07.2007

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22.Tag

Nach einem ruhigen Flug (bei der Landung Eifelturm entdeckt) gut in Paris gelandet. Unsere Schüler waren nach diesem Neun-Stunden-Flug erstaunlich fit, es soll Berichte geben, wonach einige von ihnen sieben Stunden geschlafen haben. Wie sie das geschafft haben, bleibt (mir) schleierhaft.
Dadurch, dass AF 33 Rückenwind hatte, kamen wir sogar eine halbe Stunde eher an und hatten somit keinerlei Probleme, unseren Anschlussflug nach Leipzig zu schaffen. Wobei man bei dieser ganzen Fahrerei durch den Pariser Flughafenterminal das Gefühl nicht los wird, dass man mit der Kirche um´s Dorf fährt.
Ankunft im sonnigen, aber kalten Leipzig mit Flug über´s Gymnasium, damit man gleich weiß, wo es am Montag wieder hingeht.

21.02.2007

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21.Tag

Abflug nach Hause. Check in völlig problemlos, aber unsere Schüler sind ja auch routiniert.

20.02.2007

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20.Tag

Letzter Ausflug: Brenham, ein kleines, 13 500 Einwohner zählendes Städtchen, auch wieder von deutschen Einwanderern geprägt. wovon das jährlich stattfindende Maifest und der am ersten Wochenende im Dezember stattfindende Kristkindl Market zeugen.
Aber nicht deshalb zog es uns nordwestlich, sondern hauptsächlich wegen der Blue Bell Creameries, dem wohl beliebtesten Eis des Landes, wenn nicht sogar des ganzen Landes. Ein Eis, das es sogar bis ins Weiße Haus geschafft hat.
Leider haben wir nicht einmal Brenham erreicht, um das Motto der Eisfabrik "We eat all we can, and we sell the rest." zu testen. Auch bei der Größe amerikanischer Autos war es uns unmöglich, 13 Menschen in zwei Autos zu packen. Was also tun? In die Schule konnten wir auch nicht, da, wie an allen High Schools im Lande, Vergleichsarbeiten geschrieben wurden. Und so ganz wollten wir ja auf unsere Lektion in Sachen Eisproduktion auch nicht verzichten. Also holten wir uns einfach die Blue Bell Ice Creamery nach The Woodlands. 13 verschiedene Eissorten haben wir durchprobiert, es blieb nichts übrig. Hiermit können wir also den Menschen in Brenham bestätigen, dass sie wirklich Ahnung haben, wie man verdammt gutes Eis produziert. Nur, wie es hergestellt wird, wissen wir nun nicht, aber das kann man ja nachlesen.
Am Abend stand das Farewell Evening Dinner auf dem Programm, eine in den USA beliebte Form, guten Freunden auf Wiedersehen zu sagen. Unsere Gasteltern haben sich dabei wirklich selbst übertroffen und uns noch einmal mit BBQ überrascht.
Morgen heißt es dann Abschied nehmen, eine ganze Menge (zum Teil noch nicht verdaute) Eindrücke verarbeiten und sich wieder in die Realität stürzen. Aber davon in ein paar Stunden mehr ...

19.02.2007

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19.Tag

Letzter voller Unterrichtstag für unsere Schüler, noch einmal sieben Stunden amerikanischer Unterricht. Schon jetzt lässt sich sagen, dass unsere Schüler inzwischen das deutsche Bildungssystem mit ganz anderen Augen sehen. Jeden Tag denselben Unterricht haben, ist eben doch gewöhnungsbedürftig. Dafür in Fächern unterrichtet zu werden, die in Deutschland undenkbar wären, ebenso:
"Aquatic science", "Geology, Meteorology, and Oceanography", "Band", "Orchestra", "Journalism", "Career and Technology Training", "Speech", "Child Care", "Marketing", "Agricultural Science".
Am Nachmittag konnten wir dann unsere eigenen College Park High Scholl - T-Shirts in Empfang nehmen, so sind wir (wenn auch nur dem T-Shirt nach) nun auch echte Cavaliers.

18.02.2007

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18.Tag

Heute war es nun soweit: Die Gruppe hat sich gespalten. Es war ja vorherzusehen, dass man nicht drei Wochen in friedlicher Koexistenz miteinander leben kann. Der Konflikt hatte sich angedeutet und kam nun heute vollends zum Ausbruch. Wonderworld oder Outlet Center, das war die Frage, wobei sich letzteres sicherlich auch wie "Wonderworld" erleben ließ. Nun ja, wie nicht anders zu erwarten, entschied sich die Mehrheit für das Outlet Center, übrigens mit über 200 Geschäften eines der größten in den USA. Was diese kaufwütigen "Shopper" in den zwei Stunden gemacht haben, können wir angesichts der prallen Tüten nur erahnen.
Auf alle Fälle haben sie etwas verpasst. Denn die sieben Verbliebenen fuhren unter Tage und erlebten Texas aus einer ganz anderen Perspektive: von unten. Diese Naturattraktion wurde vor 30 Millionen Jahren gebildet, als ganz Zentraltexas noch ein Ozean war. Ein enormes Erdbeben schuf eine riesige unterirdische Höhle, die als Wonder Cave bekannt ist. Entdeckt wurde diese von einem geschäftstüchtigen texanischen Farmer, der auf der Suche nach Wasser eben auf jene Höhle stieß. Im Zeitalter der Prohibition bot dieser Ort ein ideales Versteck für illegales Glücksspiel und natürlich für das Trinken von Whiskey. Die Frauen der beteiligten Männer wollten allerdings überhaupt nicht verstehen, dass ihre Ehemänner nur noch Poker spielten und ständig betrunken waren. Sie schalteten den Sheriff ein, der jedoch der willkommenen Abwechslung ebenfalls nicht widerstehen konnte. Erst übergeordneten Stellen gelang es, dem Treiben ein Ende zu bereiten. Die Einnahmequelle war zunächst versiegt, jedoch nicht für den findigen Farmer. Er bot Führungen in seiner Höhle an, in denen er der einheimischen Bevölkerung Gesteinsablagerungen als Rudimente von prähistorischen Süßkartoffeln verkaufen wollte. So dumm waren die Einheimischen nun auch wieder nicht, dass sie das glaubten. Der Plan ging schief, er musste sich etwas Neues einfallen lassen und zerhäkselte den Familienschmuck in viele kleine Teile, behauptete, dies seien Diamanten und entfachte damit innerhalb der Einwohnerschaft ein wahres Diamantenfieber. Er verkaufte Interessierten Lizenzen zum Schürfen, inklusive einer Lebensversicherung, und stattete sie mit Kerzen aus, um im dunklen Berginneren die wahre Erleuchtung zu finden. Es ist nicht überliefert, dass diese Versuche von Erfolg gekrönt waren.
Zurück in die Realität: Mit dem Fahrstuhl ging es 110 Fuß aufwärts, wo uns ein Blick über die texanische Landschaft rund um San Marcos erwartete.
Wo läuft Wasser bergauf? Natürlich nur in "Wonderworld". Im Anti-Gravity House ("topsy-turvy", auf den Kopf gestellt) ist alles anders: Wir standen zwar auf beiden Beinen, aufrecht, empfanden aber innerlich eine gewisse Schieflage. Komisch, wenn man die Augen schloß, war alles ganz normal. Zum Glück auch das nur der Erklärungsversuch eines Naturphänomens, ansonsten laufen auch in San Marcos alle Menschen gerade.

17.02.2007

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17.Tag

New Braunfels, was sich sehr deutsch anhört, ist es auch. New Braunfels wurde 1845 im Auftrag des "Vereins zum Schutze deutscher Einwanderer in Texas" ("Mainzer Adelsverein") gegründet. Viel ist davon nicht mehr zu sehen, erstaunlich aber, dass man hier und da auf bekannte Laute stößt. So zum Beispiel im "Friesenhaus", indem ein ostfriesisches Ehepaar versucht, die Amerikaner in die Feinheiten deutscher Kochkunst einzuweihen. Nicht immer ganz einfach, denn z.B. Sauerfleisch ging gar nicht, die Amerikaner wussten mit dieser deutschen Spezialität überhaupt nichts anzufangen und wollten, dass man es in der Mikrowelle erst einmal erwärmt, wie uns die deutsche Besitzerin erzählte. Heute fand man übrigens Rouladen mit Rotkraut auf der Speisekarte (darauf würden sich unsere Schüler bestimmt freuen, wenn sie wieder jenseits des Atlantiks sind).
Auch heute taten wir wieder etwas für unsere Bildung und können damit der Biologie-Studienfahrt an die Ostsee Konkurrenz machen. Aquarena Springs in San Marco, ein Themenpark, der sich sehr intensiv mit allem beschäftigt, was mit "Wasser" zu tun hat. Betreut von der Texas State University San Marcos wird hier versucht, den sinnvollen Umgang mit Wasser zu thematisieren. Für amerikanische Verhältnisse ein durchaus problematisches Unterfangen. Der Ort wurde bewusst gewählt, entspringen doch hier Quellen (San Marcos Springs), die 150-300 Millionen Gallonen (1 Gallone = 3,78 l) Wasser täglich produzieren. In einem glass-bottomed boat (Glasbodenboot) konnten wir diese wie auch unterschiedliche Lebensformen im glasklaren See entdecken. Anschließend untersuchten wir, wohl sehr zur Freude unserer Biologielehrer, die Wasserqualität sowie das Leben im San Marcos River. Bei angenehmen 18° C Wassertemperatur ging das nicht nur am, sondern sogar im Wasser.

16.02.2007

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16.Tag

14 Stunden auf den Beinen, eigentlich völlig kaputt. Aber der Tag hat sich gelohnt. Womit beginnen?
Nach einem, auch für die Schüler recht ungewöhnlichen, späten Aufstehen fuhren wir in unserem yellow submarine nach San Antonio, mit 1,2 Millionen Einwohnern die siebtgrößte Stadt der USA. Und vielleicht die schönste Texas, zumindest von denen, die wir bisher besucht haben.
Das liegt sicherlich an der Lage bzw. Anlage der Stadt, die mit ihrem River Walk (einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme aus den dreißiger Jahren) nicht nur Touristen fesselt. Möglicherweise ist es auch die Mischung aus spanischen, mexikanischen, angloamerikanischen und deutschen Einflüssen, die überall zu spüren sind. Besonders natürlich am The Alamo, dem Nationalsymbol schlechthin, Zeichen des Aufstandes gegen das mexanikanische Regime im Jahre 1835. Mexiko ist immernoch allgegenwärtig: Wer es in der Stadt nicht bemerkt, dann spätestens beim Besuch des El mercado, einem Markt für mexikanische Produkte, der natürlich Pflicht ist.
Was wäre Texas, ohne seine Cowboys. Und die bekamen wir am Nachmittag in Massen zu sehen: San Antonio Stock Show & Rodeo. Man muss sich das vorstellen als eine Mischung aus Landwirtschaftsausstellung (Agra), Kleinmesse und Konzert in der Arena. Alles in einem und mal zehn. Da werden Schweine versteigert, landwirtschaftliche Produkte aller Art verkauft (Trödelmarkt ist nichts dagegen), Schweine rennen um die Wette, die "Kleinmesse" lässt grüßen und natürlich gibt es Rodeo - zwei Stunden lang. Wir hatten Glück, denn nicht alle Tage kämpfen wahre Männer in der AT&T-Arena (Konkurrenz von t-com) auf den Rücken von Pferden und Bullen um ihre Ehre (nebenbei wohl auch um Punkte, aber das System hat sich uns nicht ganz erschlossen). Auch wenn wir in der Halle, in der sonst die Spurs die Bälle in die Körbe hauen, weit weg vom Geschehen saßen, nämlich ganz oben unterm Dach (eigentlich muss man dafür schon schwindelfrei sein), konnten wir die perfekte Show voll und ganz genießen. Komplettiert wurde dieser Tag noch durch das Konzert der "Stars of Texas" und dem Country-Superstar Lee Ann Womack.

15.02.2007

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15.Tag

Zweiter Ausflug, diesmal etwas weiter. 3 Stunden (Schul-)Busfahrt entfernt und damit 253 km gen Osten liegt die Hauptstadt Texas, Austin. Die Stadt, mit 690 000 Einwohnern die viertgrößte Stadt des Bundestaates, wird auf Grund ihrer Arbeitgeber (IBM, DELL, Hewlett Packard, Motorola) auch "Silicon Hills" genannt, und letzteres zurecht.
Zunächst besuchten wir das Texas State Capitol, Sitz des Abgeordnetenhauses. Beeindruckend groß und von allen Seiten sichtbar drohnt es auf einem der vielen Hügel, Rom lässt grüßen. Der vorletzte Gouverneur und heutige Präsident der Vereinigten Staaten übrigens auch.
Weiter ging´s zum Bob Bulock Historical Museum, dem Museum in Sachen "Historie Texas" schlechthin. Dass diese Geschichte nicht nur eine von Texas und Mexiko, sondern auch Texas und Deutschland ist, ist an vielen Stellen spürbar.
Den Abend, wenn auch nicht den Sonnenuntergang, erlebten wir auf dem wohl schönsten Platz der Stadt, dem Mt. Bonnell. Ein atemberaubender Blick auf den Lake Austin, auf Grund fehlender Absperrungen nicht ganz ungefährlich, entschädigte für den doch sehr stressigen Tag. Wohl auch der in die Wohnzimmer von Lance Amstrong, dass der mehrmalige Tour de France-Sieger sich endgültig zur Ruhe gesetzt hat, können wir bestätigen: Fahrräder waren nicht zu sehen.

14.02.2007

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14.Tag

Normaler Schultag, mit einer kleinen Besonderheit: Valentinstag. Kaum zu übersehen, Staus vor den Blumenläden, viele Amerikaner bemerken diesen Tag wahrscheinlich erst, wenn er schon vorbei ist. In der Schule war dies etwas anders, die Bilder sprechen ihre eigene Sprache.
Einige Bilder von Sergejs Ausflug zu den Houston Rockets, die die Sacramento Kings vor 13 185 Zuschauern mit 109 : 104 bezwangen.

13.02.2007

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13.Tag

Der 6.Schultag - inzwischen Routine für unsere Schüler. Ein paar Impressionen aus dem Schulleben sollen vermitteln, dass Dinge durchaus vertraut (Chor), aber auch völlig anders sein können (child care). Am Nachmittag ein Besuch bei "Schoop´s" , einem - wie sollte es auch anders sein - Fast Food Restaurant. Bei der Speisenauswahl sollte man nicht so genau hinschauen, gesund sieht sicherlich anders aus. Aber wenn´s schmeckt ...
Anschließend wartete noch in Highlight auf uns, dass von den Schülern zunächst gar nicht als solches empfunden wurde, eher als Arbeit: Ein Besuch in der psychology class des benachbarten Montgomery College, eine Art Berufsfachhochschule mit über 8 000 Studenten. Auch wenn dieses College nur einen Steinwurf vom Campus unserer High School enfernt liegt, gestaltete sich der Weg dorthin abenteuerlich. In The Woodlands gibt es auf den Ausfallstraßen keine Fußwege, da ja kein Amerikaner läuft. Also musste ein achtspuriger Highway überquert werden, für uns Stadtmenschen kein Problem: Alle kamen wohlbehütet auf der anderen Seite an. Dort erwarteten uns im Rahmen einer Diskussionsrunde interessierte Studenten unterschiedlichen Alters und Herkunft, um sich mit uns über Deutschland und die Welt bzw. Amerika und den Rest der Welt zu unterhalten. Sehr informativ, am Ende wurden eigentlich alle Klischees, die wir von den Amerikanern haben, widerlegt.
Fazit des Tages: Nicht nur aus sprachlicher Sicht - eine bessere Abiturvorbereitung kann es nicht geben. Immerhin sind wir ja auf Studienfahrt.

12.02.2007

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12. Tag

Heute ein Tag für alle Technikfreaks, angesichts von neun mtgereisten weiblichen Wesen ein recht abenteuerliches Unterfangen: Besuch des Johnsons Space Center in Houston (SCH), oder wie wir Deutschen lieber sagen würden: bei der NASA. Ob sich unter uns Trekkis befanden, war nicht herauszufinden, lohnenswert war der Besuch allemal. Bei einer Führung durch die Zentrale der NASA bekamen wir einen Einblick in die derzeitige Mission der ISS, deren gegenwärtigen Standort gezeigt, bei 29 000 km/h gar nicht so einfach zu bestimmen. Außerdem durften wir einen Blick in die Kommandozentrale des Apollo-Programms werfen, von der aus von 1969 - 1972 alle amerikanischen Mondlandungen gesteuert wurden. Weiter ging´s in das Trainingszentrum der NASA, wo sich alle Astronauten auf ihren Einsatz im All vorbereiten. Leider waren keine menschlichen Aktivitäten zu sehen, naja, wer lässt sich schon gern in die Karten schauen ... Wobei bei allen Sicherheitsvorkehrungen eins erstaunlich war: Fotografieren durfte man alles. Wenn also in nächster Zeit ein Space Shuttle im Leipziger Raum auftaucht ...
Zum Wetter noch kurz: Schwere Wolkenbrüche und Gewitter, die sogar die Stromversorgung der NASA in Schwierigkeiten brachten, trotzdem erstaunlich mild.

Spezial

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So wohnen unsere Schüler!
Fortsetzung folgt ...

10. / 11.02.2007

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10. / 11.Tag

Wieder ein Wochenende vorbei, von dem wir nicht wissen, was unsere Schüler so angestellt haben.
Uns hat es in den Nachbarstaat Louisiana verschlagen, nach einer langen Fahrt durch Sumpflandschaft erreichten wird Baton Rouge, die Hauptstadt des US-Bundestaates und damit auch der Zugang zu einer Vielzahl von historischen Plantation Homes links und rechts des Mississippi. Falls jemand angesichts der Flora stutzig wird: Auch hier ist Februar und eigentlich Winter. Mag man kaum glauben ...

09.02.2007

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9.Tag

Zu Beginn ein kleiner Trost für alle Daheimgebliebenen: Heute war es kalt und regnerisch in Houston. Auch hier ist eben Winter.
Nichtsdestotrotz gab es heute nach der Schule ein BBQ mit den Gasteltern im Northshore Park. Idyllisch am Lake Woodlands gelegen kann man hier spielen, angeln, wie wir heute grillen und, wenn man außer Acht lässt, dass es in diesem See Wassermokassinschlangen und Krokodile gibt, auch die Ruhe genießen. Angesichts der Temperaturen unter 10° C waren wir logischerweise die Einzigsten, die sich dank des Engagements der Gasteltern Hot Dogs, Hamburger, Kartoffel- und Nudelsalat, Chilli con Carne, Donuts, Apple pie (nicht unbedingt in der Reihenfolge) schmecken ließen.

Die nächsten Bilder gibt es erst wieder am Montag, da wir am Wochenende nicht online sein können.

08.02.2007

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8.Tag

Zweiter Tag in Houston. Hieß immerhin erst einmal ausschlafen, bis um halb neun!!! Auf dem Programm stand heute das Holocaust Museum. Sehr feinfühlig wird hier mit dem Thema "Verfolgung der Juden im Nationalsozialismus" umgegangen, für unsere Schüler eine andere Möglichkeit, Zugang zu diesem Kapitel deutscher Geschichte zu finden.
Da der Museums District nur einen Steinwurf von Mrs. Killgore´s Haus entfernt liegt, gab es das Mittagessen heute im Hause der Gastgeber-"Mutter". Spaghetti mit Tomatensauce sorgte dafür, dass die Schüler sich etwas gesünder ernährten und die Burger einmal für kurze Zeit vergaßen.
Das Wetter in Houston entspricht übrigens in keiner Weise Herrn Kachelmanns Prognose. Heute waren es zwar nur 67 Fahrenheit, aber mindestens gefühlte 30° C. Kurze-Hosen-Wetter. Mit etwas Bedauern nehmen wir die Wetterkapriolen in Deutschland wahr. Aber nur ein bisschen ...

07.02.2007

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7.Tag

Keine Schule heute, sondern Ausflug ohne Gastschüler: Houston stand auf dem Stundenplan. Nachdem die Skyline von Downtown aus allen möglichen Lagen im Bild festgehalten worden war, begaben wir uns downunder und das im wahrsten Sinne des Wortes: Houston verfügt über ein ausgeklügeltes unterirdisches Wege- und Geschäftssystem, damit den Angestellten aus den Wolkenkratzern neben den klimatischen Vorteilen die Wege nicht zu lang werden. Was zu dem Phänomen führt, dass uns über der Erde desöfteren freundlich zugelächelt wurde, weil eben überirdisch kein Mensch zu Fuß unterwegs ist und wir deshalb nur Außerirdische oder Touris sein konnten.
Nachmittags stand für die Schüler der Besuch verschiedener Museen zur Wahl: Museum of Fine Arts, Museum of Health and Medical Science, Museum of Natural Science.
Erstmals wohnen wir auch nicht in The Woodlands, sondern im Best Western Hotel, mitten im Medical Center, also wenn man jetzt krank werden sollte (was natürlich keiner ist und auch keiner werden sollte), kann hier natürlich nichts passieren. Über 40 Krankenhäuser bilden insgesamt einen architektonischen Gegenpol zur Downtown im Norden der Stadt - Krankenhäuser werden auch hier in die Höhe gebaut. Dazwischen jede Menge Hotels, um die Familienangehörigen zu beherbergen.
Abendessen gab es heute auch typisch amerikanisch - Mikrowellengerichte und Fernsehen.

06.02.2007

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6.Tag

Den heutigen Tag verbrachten unsere Schüler mit eigenem Stundenplan. Obwohl, nicht so ganz, denn ab und zu kreuzten sich die Wege wieder mit ihren Gastschülern, so ganz allein wollte man dann wohl doch nicht sein. Immerhin, einige Brocken Spanisch sprangen dabei heraus und das Malen mit Fünfjährigen im Child Care-Kurs bereitete schon einmal auf zukünftige Aufgaben vor. Spaß scheint es allen gemacht zu haben, die Stimmung ist nach wie vor gut. Dazu trug mit Sicherheit auch das "Mau Mau"-Spiel mit dem Deutschkurs in der 7.Stunde bei, zunächst mussten erst einmal die Regeln verstanden bzw. erklärt werden, die die amerikanischen Schüler am Ende sogar fast besser verstanden als wir selbst.
Im Verlaufe des Tages konnten die Lehrer dem Direktor der The Woodlands College Park High School, Mr. Marc Murrell, ein Gastgeschenk besonderer Art übergeben: eine Fotomontage mit Aufnahmen unserer Schule. Mr. Murrell betonte dabei noch einmal sein Interesse und Engagement am Fortbestehen des GAPP-Projektes. Markkleeberg in der großen weiten Welt!
Kleine Überraschung für alle Daheimgebliebenen: Bitte die zweite Seite der Galerie anschauen und nicht traurig sein, wenn man nicht bedacht wurde.

05.02.2007

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5.Tag

Zweiter Schultag, noch einmal klammerte man sich an den Gastschüler, um sich mit ihm durch die sieben Schulstunden des Tages zu hangeln. Ab morgen sieht das etwas anders aus, denn dann hat jeder seinen eigenen Stundenplan, der so ganz anders aussieht als in Deutschland: Spanisch, Astronomie, Journalismus, Schneidern, Child Care, Floral Design, Desktop Publishing, Japanisch, Tennis - die Auswahl ist groß. Schwierig, die Vielfalt unter einen Hut zu bekommen, es gibt eben nur sieben Unterrichtsstunden, die hier übrigens 47 Minuten dauern. Damit ergeben sich doch ganz eigenartige Stundenanfänge: 08:14; 09:07; 10:53; 12:56; 13:49.
Die Nachmittage sind bereits verplant: Besuche in der Mall, Shoppen eben. Man schaue sich mal in den nächsten Tagen sehr genau die Bilder an ...

04.02.2007

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4.Tag

Sonntag - freier Tag. Was unsere Schüler mit ihrer Freizeit angefangen haben, können wir nur erahnen: Ausschlafen, Shoppen, Vorbereitung auf die Superbowl-Parties ...
Vielleicht hat aber auch der ein oder andere die Möglichkeit genutzt, einen amerikanischen Gottesdienst zu besuchen, der ja doch etwas anders abläuft, als wir das aus unseren Breitengraden kennen. Eigentlich müsste man wohl eher "abgehen" sagen, denn zum Teil ähneln diese Veranstaltungen Rockkonzerten, zumindest was die Zuschauerzahlen anbetrifft. Gemeinsam mit ca. 10 000 (!!!) Besuchern waren wir Lehrer heute live bei Joel Osteen in seiner "Lakewood Church", um einen Gottesdienst ganz anderer Art zu zelebrieren. In einem ehemaligen Sport- und Kongresszentrum wurden wir mit einer völlig neuen religiösen Praxis konfrontiert, die so gar nichts mit dem konservativen Kirchenbesuch zu tun hatte: Man saß nicht auf harten Kirchenbänken, sondern in bequemen Kinosesseln und hörte christliche Popsongs mit dem immer wiederkehrenden Slogan: „Sei ein Sieger, nicht ein Besiegter." Diese Botschaft kommt an: "Alles wird gut, wenn du nur an dich glaubst. Und du hast jeden Grund, an dich zu glauben, weil - ja, weil Gott es tut. - Wenn Gott für uns ist, wer wagt dann, gegen uns zu sein?“ (FAZ). Mehr Motivation geht nicht. Leider können die Bilder nur einen Bruchteil der Stimmung an diesem Sonntagvormittag wiedergeben.

03.02.2007

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3.Tag

Wieder früh aufstehen: 07:00 Abfahrt mit dem Schulbus nach Houston, denn dort erwartete uns das Houstonfest an der Lanier Middle School. Mit Feiern hatte dieses Fest aber überhaupt nichts zun tun, im Gegenteil mussten wir schwer arbeiten, wenn auch nur geistig. Das Houstonfest ist der Regionalausscheid für alle deutschinteressierten Schüler, um in den verschiedensten Kategorien ihre Sieger für das Bundesstaatsfinale in Austin zu küren. Und wir waren als Juroren maßgeblich daran beteiligt, dass z.B. beim Lesewettbewerb, Gedicht rezitieren, Rechtschreibecontest, Polka tanzen und auch beim Pfefferkuchenhauswettbwerb alles mit rechten Dingen zuging. Bei der Siegerehrung gab es dann ungefähr 167 Pokale zu vergeben ... Hat allen viel Spaß gemacht, immerhin ist die deutsche Sprache in den Vereinigten Staaten ja nicht das Non plus ultra der Fremdsprachen. Einzig und allein die Klischees über Deutschland, die bei den Amerikanern vorherrschen, geben zum Denken Anlass ... Die Wiedervereinigung hat in den Lehrbüchern noch nicht stattgefunden und der Unterricht findet bei uns auch noch in Volkschulklassen statt. Bonn ist die Hauptstadt und so weiter.
Der Abend versprach dann ein absolutes Highlight: "Crazy for you" - ein Musical des TWCP (The Woodland College Park). Drei Stunden Musik, Gesang und Tanz vom Allerfeinsten - erstaunlich, was die Laiendarsteller so alles auf die Beine bzw. auf die Bühne gebracht haben. Der ein oder andere hatte zwischenzeitlich mit seinen Aufnahmemöglichkeiten zu tun, verständlich nach diesem Tag. Dafür ist morgen frei - und das heißt: Erst einmal ausschlafen, denn morgen ist hier Superbowl!!!

02.02.2007

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2.Tag

Der erste Tag in der Schule - vergleichbar ungefähr mit Nova Eventis, jedenfalls von der Größe und der Anlage her.
Der Rundgang durch die Schule war schon deshalb sinnvoll, da man sich ohne ihn wahrscheinlich nie wieder gefunden hätte. Inwzischen hat auch jeder von uns eine ID-Karte, die er ständig bei sich tragen sollte, ansonsten gerät er sehr schnell an die netten Damen und Herren des Sicherheitsdienstes (der Verfasser dieser Zeilen weiß, wovon er spricht). Da unsere Gastschüler alle in verschiedenen Kursen verstreut sind, machte sich ein mehrmaliges Vorstellen unabdingbar, auffällig dabei die Freundlichkeit der Amerikaner - immer ein Lächeln auf den Lippen. Unterricht bis um 13:40 - danach Meeting im eigenen Kursraum, hier konnte jeder seine ersten Eindrücke vermitteln, z.B. schlafen Dreiviertel aller Wahl-Houstoner in überhohen Betten (für manch "Kleine" unter uns kann das zum Problem werden). Allen geht es gut, alle haben sich eingelebt und verstehen sich prima mit ihren Gasteltern.
Zum Abschluss des Tages wurden wir bei einer Welcome Party in die Kochkunst der Amerikaner eingeweiht, wie nicht anders zu erwarten machen sie eben die besten und auch größten Burger.
Morgen werden wir alle als Jury beim Houstonfest an der Lanier Middle School in Houston agieren, soetwas wie DSDS für das Fach Deutsch.

Viele Grüße aus The Woodlands / Houston!

PS: Einziges Manko bisher - uns fehlt Schlaf. War aber nicht anders zu erwarten.

01.02.2007

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1.Tag

Nach vierzehn Stunden Flug sind wir wohlbehalten im texanischen Süden angekommen. Alle Schüler haben ihre Gastfamilien gefunden und wurden von diesen am Flughafen begeistert empfangen (siehe Bilder). Morgen dann der erste Schultag, dann etwas ausführlicher, wir sind nämlich alle ganz schön kaputt.

Viele Grüße aus Houston.