Was heißt sprachliche Gleichbehandlung?

Mit der Forderung nach sprachlicher Gleichbehandlung kritisieren Frauen maskuline Personenbezeichnungen, die gleichermaßen auf Männer und Frauen bezogen werden (z.B. die Bürger, die Mitarbeiter). Es wird gefordert, die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung von Männern und Frauen auch in der Sprache sichtbar zu machen. Dies wird in den Bereichen als um so dringender empfunden, wo hinter den maskulinen Personenbezeichnungen in der Realität bisher vorwiegend oder ausschließlich Männer zu finden waren. Statt verallgemeinernder maskuliner Personenbezeichnungen sollen Frauen überall dort, wo sie gemeint sind oder gemeint sein könnten, auch sprachlich zum Ausdruck kommen.

Das grammatische Geschlecht der Substantive, mit denen Personen bezeichnet werden, stimmt nicht immer mit dem natürlichen Geschlecht der bezeichneten Person überein. So können mit den Bezeichnungen der Mensch, die Person oder das Mitglied männliche und weibliche Personen gemeint sein. Diese Bezeichnungen werden demnach bezüglich des natürlichen Geschlechts neutral verwendet.

(Quelle: BBB-Merkblatt M 19 "Sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern", 2. Auflage, 2002. Herausgeber:
Bundesverwaltungsamt – Bundesstelle für Büroorganisation und Bürotechnik (BBB) 50728 Köln
)

Entsprechend dieser Feststellung werden auf der Homepage der Rudolf-Hildebrand-Schule die Schülerinnen und Schüler wie auch die Lehrerinnen und Lehrer mit den geschlechtsneutralen Bezeichnungen "Schüler" bzw. "Lehrer" benannt.