Mord und Totschlag an der RHS

Mord und Totschlag am letzten Schultag an der RHS ...

Nein, nein, nicht was ihr denkt, kein Amoklauf, sondern die alten Römer konnten es mal wieder nicht lassen, sich mit Mord und anderen Gewalttaten in Szene zu setzen – natürlich nur in Gestalt der Lateiner der 7cde, die ihr selbst geschriebenes und inszeniertes Stück über griechisch-römische Götter und Episoden aus der römischen Mythologie vor den Fünftklässlern, die sich leider zwischen Französisch oder Latein als zweite Fremdsprache entscheiden müssen, zur Aufführung brachten. Dies geschah am 05.02.2010 in der Aula der RHS.

... War das im Vorfeld unter den Lateinern schon eine Aufregung, so hielt diese bis zur letzten Sekunde noch auf der Bühne an! Obwohl alles bestens vorbereitet und eingespielt war, bleibt doch immer eine Art Restrisiko ... hoffentlich wird niemand krank (eine Zweitbesetzung gibt es nicht), hoffentlich vergisst niemand seinen Text (wenn wenigstens jeder weiß, wie man improvisieren kann), hoffentlich bleibt niemand gar starr vor Schreck, weil die Worte fehlen oder ein gewisser Jemand gerade mal wieder seinen Text nicht eingelernt hatte, auf der Bühne stehen - hilflos Frau Leimbach, Regisseur und Mädchen für alles, anblickend - die dann nur mit gekreuzten Armen im Zuschauerraum sitzt und grinst oder böse schaut oder einfach nur innerlich wettert ...

Nein, alles gelang und fand prima Anklang sowohl unter den „Fünfern“ als auch unter anwesenden Lehrern, was der Applaus und die vielen netten Bemerkungen den Akteuren auch bewiesen haben.

Wie die Franzosen so schön sagen: „Chapeau à mes comediéns de la langue latin!“ (Für Französischrechtschreibrichtigkeit lege ich meine Hand nicht ins Feuer!) Also noch einmal sinngemäß für Nichtfranzosen (obwohl auch die wohl einige der Wörter entziffern dürften!): „Ich ziehe hiermit meinen Hut vor meinen Lateinschauspielern“, ihr wart toll, toll, toll, einfach Spitze !!!!!!!

Ich kann mich auf die Lateiner der 7cde tatsächlich in fast jeder Lebenslage verlassen. Nochmals also DANKESCHÖN für die tolle „Hingabe“ in allen „Phasen“ ... und für meine sicherlich nur schwer zu ertragende Ungeduld, als/wenn mal wieder alles zu platzen drohte, entschuldige ich mich im Nachhinein – ihr habt schließlich alles bestens hinbekommen ...

Gerrit Leimbach, 05.02.2010