PROJEKTTAG NUNO LOURENÇO

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Seit einigen Jahren beteiligt sich die RHS an der Erinnerung an Nuno Lourenço, einem Opfer rassistischer Gewalt in Markkleeberg. Nuno wurde im Jahr 1998 nach dem verlorenen WM-Viertelfinale der Deutschen von einer Gruppe rechter Jugendlicher angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Er starb wenig später.
Jedes Jahr kommen Schülerinnen und Schüler der RHS Markkleeberg und vom Gymnasium Lernwelten in Großdeuben zusammen, um gemeinsam die Erinnerung an Nuno Lourenço wach zu halten.
Dieses Jahr nahm die katholische Religionsgruppe der Klassen 7 und 8 teil. Neben der Auseinandersetzung mit dem rassistischen Übergriff stand vor allem die Erinnerung im Fokus. Wie gelingt es, fast 30 Jahre danach in angemessener Form an einen Fall in unserer Stadt zu erinnern, von dem die meisten Menschen noch nie gehört haben? Welche Formen kann Erinnerungskultur annehmen und wo liegen ihre Chancen und Grenzen? Im praktischen Teil des Tages schufen die Schülerinnen und Schüler beider Schulen ihre eigenen „Denkmäler“ aus Ton.
Ich bedanke mich bei meinen Schülerinnen und Schülern für einen intensiven und kreativen Projekttag, an dem sie sich vertieft mit rassistischer Gewalt auseinandergesetzt haben. Es war zudem schön, diese junge Menschen im außerschulischen Kontext einmal ganz anders kennenzulernen und zu „erleben“. Die Jugend würde sagen: Alles „stabile“ Menschen.

Ich freue mich auf den nächsten Projekttag im Juli kommenden Jahres.

Roberto Grellert-Al-Kassab

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